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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Zweyte Beylage zum Feldzuge von 1672.

Ursache hatte, in Bettachtung des wenigenVolks, das darin liegt.>

Ich weiß nicht, was ich Ihrentwegen füreine Parthey wählen soll; denn ich finde Sie da,wo Sie sind, durchaus nöthig, weil der Vorfallso gar wichtig ist, und auf der andern Seite wäremirs eine große Erleichterung, wenn Sie bey mirwären. Ich gebe Ihnen darüber keinen Befehl.

Wenn Sie, nach dem, was Sie dort se-hen, und dem Verlangen, so Sie wissen, dasich habe, glauben, daß es Gründe giebt, diemich vermögen können, näherzukommen, so istdie Parthie gar bald ergriffen, denn Sie könnenalsdann bleiben. Sind Sie aber gewiß undsicher, und sehen nichts, was mit Hoffnung vonErfolg meiner werth seyn könnte, so nehmen Siedie Maasregeln so, daß Sie keinen vergeblichenWeg machen. Die Sache kann ja nicht langedauern.

> Ist krgends eine Aussicht, daß ich in derFolge etwas unternehmen kann, um mich anden Spaniern wegen des Streiches, den Siemir spielen, zu rächen, so bleiben Sie, um allesdazu zu bereiten, rrnd geben mir Nachricht, da-mit ich, wo möglich, eine Parthey wähle, dieman mir nicht vorwerfen kann.

Memoire vom Röntge mit eigner Hand ge-schrieben, an den Minister Louvois.

Brüssel, oder einen andern beträchtlichenPlaH wegnehmen zu wollen, ist vor der Handunmöglich.

Was man vom Ruin der Truppen sagenmöchte, dem kann man antworten, daß ich inFlandern mit Bequemlichkeit den Krieg führenkann, ohne selbst im Winter die Truppen, dieagiren, mitzunehmen.

Mich selbst in Lilie festzusehen, nach Tour-nay, Ath, Liste, Oudenarde und Courtray eingroßes Corps Infanterie zu verlegen, sobald dieneuen Werbungen angekommen sind, das ich

sodann zusammenziehen kann, wenn ich es fürgut finde, und s bis 6200. Pferde, die ich inStädte vertheile, um sie gleichfalls auf den Winkbeysammen zu haben, dann eine kleine EquipageArtillerie, um einzubrechen, wo ich etwas auszu-richten hoffen könnte. Mir scheint, das würdedie Spanier sehr abmatten, und wohl verhindern,daß sie in künftigem Frühjahre nicht in gar gutemStande erscheinen.

Flandern muß immer mein Hauptaugenmerkseyn, wenn der Krieg mit Spanien erklärt wor-den. Es wäre aber schön und eckatant, wennman im Winter selbst agiren könnte.

Der Prinz (Conde') könnte indeß in Lothrin-gen bleiben, und für die Truppen Sorge tragen,da inzwischen der Marschall Türenne den Deut-schen Tete macht. Auch, da sie ihre Brückeüber den Rhein gehoben, wäre die Unternehmungauf die Franche-Comte' leicht auszuführen.

(Es waren damals Unruhen und eine Artvon Revolte in der Franche-Comte', vondenen man einige Hoffnung gefaßt hatte.)

Die Gens d'armerie mit mir, und ZOOo.Pferden.

Man kann dem entgegenstellen, daß ich inSt. Germain nothwendig bin, wegen der ge-wöhnlichen Geschaffte, wegen des Geldes, undüberhaupt da zu sehen, was zu sehen ist. Diegewöhnlichen Geschaffte, das ist so wichtig nicht;was aber die Zahlungen betrifft, so werden sie nachden Befehlen, die ich gegeben habe, immer rich-tig folgen. Und was denn das dritte betrifft, sokönnte man dem durch die Herren le Tellicr undColbert abhelfen, die dort zurückblieben, undvon allem Nachricht schicken. Ueberdem ist jaLille und Arras nicht so weit, daß ich nicht dieBefehle so geschwind, als sie von mir kommenmüssen, geben könnte.

Auf der Seite von Maseyk und Tongres,glaube ich, sind zoOO. Pferde genug, weil dieGarnisonen, was die Infanterie betrifft, in gu-

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