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Dritte Beylage zum Aldzuge von 167z.
wird, was sein ist, sowohl, als was er eroberthat, und feine Truppen sich mit dem Kaiser ver-gleichen ; und wenn er selbst nicht eben denselbenGang geht, so wird sein Capitel ihn absetzen.Ich sage Ihnen dies, damit der König wohl sehe,daß man hier nicht den Krieg nur halb führenkönne, und daß ich sehr schwach bin, weil mir dievier Brigaden fehlen, davon ich Ihnen oft gesagthabe; und Sie wissen wohl, daß der Rest auchabnimmt.
Was die Infanterie betrifft, seitdem ich nunStädte hinter mir habe, bin ich überzeugt, daßich nichts verlieren werde, als was ich gegen denFeind verliere.
Die Garden kommen heute zu Schiffe an, undich werde selbst im Avaueiren gegen den Feind dieInfanterie von Stadt zu Stadt cantonniren las-sen. les Vaisieaux und la Marine sind von We-sel, wo sie drey Wochen gelegen und sich wohlerholt haben, nach Dorsten gegangen. Des Kö-nigs Regiment löset sie dort ab. je Noyal wirdalles, was nicht ganz gesund ist, zu Does-burg lassen, und Vermandois wird ganz da blei-ben. Sechs Compagnien von Anjou bleiben zuWesel.
Bey der Cavallerie giebts in den Compagnien,die im vorigen Jahre errichtet worden, vieleKranke, und man sieht den Unterschied zwischenihnen und leuten, die schon der Sache ge-wohnt sind.
Es ist gar sehr nothwendig, daß die Cavalle-rie, die mich verstärken soll, bey Wesel denRhein passirt; denn meinen Gedanken nach hängtder Erfolg von dein kommenden Feldzuge, undder schlimme oder gute Stand der Angelegenhei-ten des Feindes, von diesem Marsche ab.
Ich reise morgen ab, und gehe gegen Dorsten.Der Herr von Renel mit den zwey RegimenternSaustay und Renel, zwey andern Eseadrons undiQOo. Pferden von den kölnischen Truppen istgegen Arensburg und Werte marschirt, so daß er
in der Flanque des Feindes steht, die ganze Rech-te mne halt, und alle ihre Quartiere von da ver-treiben wird; vielleicht hebt man auch eins oderdas andere auf. Ich werde de front gegen Käm-pen und Unna anrücken, das die Feinde besehthalten.
Ich kann nicht umhin, nochmals zu sagen,daß der König gar wohl sehen wird, wie sehrMünster dem Feinde bloß liegt, und daß einMarsch, der nicht mit ganzer Armee geschähe,und weit vom Feinde entfernt bliebe, nichts wei-ter ausrichten könnte, als die Armee ruiniren,und nicht verhindern würde, daß das ganze mün-stersche Land, wie es sehr bereit dazu ist, sich demSchutze des Kaisers übergiebt.
Schernbeck, den 29. Jenner 167z.
-— Ich habe Ihnen schon geschrieben, daßauch nicht ein Mann marschirt, der schlecht mitSchuh und Strümpfen versehen wäre; und daich Städte habe, wo ich die Soldaten lassen kann,so wird jeder, der nur zwey Tage krank ist, zu-rückgeschickt, oder bleibt wo er ist. Mit denReutern kann es allerdings nicht so seyn, wennich nicht etwan einige andre Städte einnehme,wo die Pferde der Kranken bleiben können; dennschickt man einen Reuter zurück, so sorgt niemandfür sein Pferd.
Die Regimenter lüffinge und Rabliere Caval-lerie bleiben zurück, und werden in die kleinenStädte vom cölner lande verlegt. Das Regi-ment Anjou wird mit 22. Compagnien zu Ander-nach stehn, und der Rest zu Bonn oder Linz.
Ich glaube sicher, der Entwurf der Feinde aufNuys gründet sich auf nichts, als auf ihre Hoff-nungen , hier jenseits des Rheins Meister zu seyn;und ich habe sogar Briefe gesehn, darin der Kai-ser dem Herrn von l'Isola befiehlt, im Haag zunegociiren, daß die holländischen Besatzungendie Platze, die der Gräfin von Ostsriesland gehö-ren , räumen, und sie statt ihrer Besatzung vonAaaa z des