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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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576
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576 Beylage 6. zum Feldzuge von 1675.

unsre den Marsch nach Altenheim an, so das ter schlagen lassen, vermittelst welcher ich durch

Quartier des Grafen von Borges auf zwey Stun-den von Willstädt ist. Der Graf von Lorgeshatte schon zuvor den linken Flügel, der linkerihm daselbst stand, vorrücken lassen, um denFeinden zuvorzukommen, und die Ebne vonMeißenheim und Altenheim, so der Brücke amnächsten ist, eher als sie zu besetzen. Aber dieFeinde rückten dagegen nicht an, und vermuth-lich war die Absicht ihres Marsches, uns zu zwin-gen, daß wir ihnen folgten, und wegen ihrer sogroßen Nähe all unsrer Brücke uns Besorgnissezu geben, so daß wir, da das Land zwischen unsund ihnen frey genug zum Marsche ist, alle unsreTruppen ihnen entgegen beysammen halten müß-ten, da sie alsdann glaubten, rückwärts ihresLagers ein Corps nach Willstädt detaschiren zukönnen. Der Marschall hat drey hundert Mannin dem Schlosse zurückgelassen; das Schloß istrevetirt, und hat einen Wassergraben, aber keineFlanquen.

Zwey Brigaden Cavallcrie, und zwey Ba-taillons, die unter dem Herrn vo' Mont-clar Anfangs zu Eckerswihr verblieben, habenBefehl erhalten, zwey hundert Pferde zurück-zulassen, und mit dem Reste morgen hierj" seyn.

Der Herr von Lorges ist zu Meißenheim,eine halbe Stunde von hier, die Reserve auf hal-bem Wege, und der Rest der Armee zu Ot-tenheim.

Vom tNarsthall Türcnne an den MinisterLouvois. Altenheim, den Lg. Junins

167s.

Die Brücke, die ich auf mehr als zweyStunden habe abwärts führen lassen, wird heutefertig. Es ist heute der sechste Tag, daß diefeindliche Armee auf eine Stunde von meinemHauptquartier campirt. Die Wachen sind sichsehr nahe-, und ich habe Brücken über die Schut-

Partheyen den Weg von Offemburg nach ihnenbeständig inne habe. Sie ziehn ihre Lebensmit-tel von Freyburg über das Gebirge an sich. Esist gewiß, sie haben großen Mangel an Brodt ge-habt, ich weiß aber nicht, wie es nun über Frey-burg gehen wird. Ich hätte geglaubt, die Brü-cken über die Schütter würden Gefechte nach sichziehen; auch kann es noch geschehen.

Auf erhaltne Nachricht, daß die Kreistruppenmarschiren, habe ich den Chevalier Düplessis mitdrey Bataillons vorrücken lassen.

Boderswei'r, den 28- Juinus 167s.

Die feindliche Armee, nachdem sie wieder zu-rück nach Offemburg gegangen, ist gestern nochzwey Stunden weiter gezogen, und hält sich nochzwischen dem Rheine und den Gebirgen auf.

Ich bin an die Kinz marschirt, und gebe aufbeyde Ufer Acht, um Herr von beyden zu seyn,und mich dem Feinde widersetzen zu können, wenner der Kehlschanze sich »ahm will, und ihn, soweit nur möglich, davon entfernt zu halten. Diezwey Armeen sind auf zwey Stunden von ein-ander.

Da ich gesehen, daß von der Seite der Mo-sel nichts zu befürchten ist, so habe ich den Che-valier dü Plcssis mit drey Bataillons an ein Dorfnahe bey meiner Rheinbrücke anrücken lasset»

Bodersweir, den zo. Jum'us 167 s.

Die Feinde stehen noch zwischen Offemburgund Urlaff im nämlichen Lager, wo sie standen,als sie von Offemburg weiter links marschirten.Sie geben mir dadurch Besorgnis, daß sie ent-weder nach der Rheinbrücke zurückkehren, odergegen die Kehlschanze anrücken, oder hier gegenmich selbst, und ihr Brodt zu Wasser vonStraßburg an sich ziehen. Ich stehe hier ineinem Posten, dem allen, so viel mir möglich,abzuhelfen.

Der