Sorbet. 29
das Gemisch stark umgerührt, und bis zum Gebrauchebei Seite gesetzt.
Pomeranzenb lüthscherbet oder Sorbet.Man schütte in ein Gefäß von Steingut zwei Eßlöf-fel voll flüssig eingemachte Pomeranzenblüthen, zer-reibe sie mit einem hölzernen Löffel, gieße ^ Pintenoder Kannen laues Wasser hinzu, laße es eine Stundelang damit stehen, schütte 22 Unzen weißen Zuckerhinzu, setze dann, wenn der Zucker ganz zerschmolzenist, Pinte oder Kanne Agrestsaftes und einen Kaf-feelöffel voll guten Pomeranzenblüthwassers dazu, rühredas Gemisch stark um, gieße es durch ein dichtesHaartuch, und hebe eö an einem kühlen Orte zum fer-neren Gebrauche auf.
Aprikosenscherbet oder Sorbet. Manwähle Aprikosen, welche die gehörige Reife erlangt ha-ben, und von schöner gelber, insAurorafarbene fallen-der Farbe sind, achtzehn bis vierundzwanzig Stück,schneide sie in 2 Hälften, hebe die Kerne aus, schichtedie Hälfte dieser Früchte in einen Napf von Stein-gut, lege den Daumen auf die Oberfläche einer jeden,und drücke sie so aus. Dann gieße man ^Kanne oderQuart Agrestsaftes hinzu, und lasse es drei bis vierStunden damit ausziehen; zerdrücke dann die Fruchtmit einer hölzernen Kelle, bis sie zu einem Brei ge-worden, welchen man dann durch ein nicht allzuweit-löcherichtes Sieb gießt. Alle zurückgebliebenen Scha-len schütte man in eine Viertelpinte oder Kanne lau-lichten Wassers, lasse sie darin eine Viertelstunde langausziehen, und gieße es, wie vorher, durch. In dieserFlüssigkeit löse man 22 bis 24 Unzen weißen Zuckerauf, und mische zwei Kaffeelöffel voll Pomeranzen-blüthwasser darunter. Hierauf zerschlage man siebenbis acht von den aufgehobenen Steinen oder Kernen,befreie die Kerne von ihrer Schale, zerreibe sie mit einwenig Zucker in einem steinernen Gefäße so lange, bis