154 Spaltig. Spaltklinge.
lich; 1) in Kohlholz und 2) in Stangenholz zu brin-gen sind. Das Kohlholz setzt starke ejnständige Bäumevoraus, von welchen entweder ») lange, oder d) kurzeSorten Spaltholz erlangt werden sollen. Das Stan-genspaltholz wird in den Laubhölzern aus Schlagholz,in den Nadelhölzern aber aus jungen unterdrücktenoder in dem Iahresschlage einzeln vorkommenden jun-gen Bäumen genommen»
Spalrig, Bei- und Nebenwoxt, Spalte oder Spaltenhabend; dann auch, was sich spalten läßt, besonders inden Zusammensetzungen: eine vierspaltigeBu-che, welche in vier Theile gespalten werben kann; einsechssp altiger Baum.
Spalcimpfen, Spaltpfropfen, dasPfropfen durcheinen Spalt; s. unter Pfropfen, Th. 112, S.40K.
Spaltkeil, eigentlich ein Keil, etwas damit zu spalten,besonders das Holz oder die Holzkloben» Ein solcherKeil ist oben stark, und geht nach unten dünn undschräge zu, gleich einem Beile oder einer Axt. Er wirdmir der Schärfe in den Spalt, den man vorher mitder Axt gehauen hat, gesetzt, und dann mit dem Rük-ken derselben hineingekeilt, wodurch sich die Klobe voneinander giebt oder spaltet; s. auch Spalten desHolzes, oben, S. 152. — Im Bergwerke dieAxt, womit das Holz klein gespalten wird.
Spaltkliiige, beim Englischen Scuhlmacher, eine11 Zoll lange, 5 bis 6 Zoll breite Klinge, deren Rük-ken 1 Zoll dick ist. Die Größe und Schwere ist beidem Zwecke dieses Instrumentes sehr dienlich, weilder Stuhlmacher mit derselben große Kloben Holz inkleine Theile zerspaltet. Die Klinge hat eine Angel,womit sie in einem Hefte steckt, um solche daran hal-ten zu können.— Beim Böttcher, ein starkes brei-tes Messer, das Holz damit zu kleineren Stäben rc. zuspalten, das Klöbeisen, Kliebeisen, von klic-ken, spalten.