Span.Befstigsmanier, Span. Brume. 235
festigungSmanier,inderKriegSkunst,eineBe-festigungöart, die den Italienischen KriegsbaumeisterMichaeli, welcher vorn Jahre 1484^-1559 lebte,zum Erfinder hatte, und den oben angeführten Na-men daher erhalten hat, weil sie zuerst unter der Spa-nischen Herrschaft im Anfange des 16ten Jahrhun-derts ist angewendet worden. Zu ihren Eigenthüm-lichkeiten gehören lange Kurtinen, mit kleinen undengen Bollwerken, welche mehrentheils siumpfwink-lich sind.
Spanische Befesiigungsmanier, s. den vorherge-he n d e n A r t i k e l,
Spanische Biskocren, beim Zuckerbäcker, ein Ge-backnes, welches von dem feinsten Mehle, mir Eyernund Zucker, in blecherneu oder papierne» Formen,oder bloß auf Papier in Plätzchen gegossen, oder nebstabgeriebenen Mandeln zu einem Teige mit ein wenigZucker und Mehl «bewirkt und in längliche Würfelgerollt wird, woraus man nachher auch Kronen, Pre;-zeln rc. bildet oder formt, und bei gelinder Hitze hartbäckt, welche Letztere man ebenfalls SpanischeMandelbretzeln oder Pretzeln zu nennen pflegt,In der Fastenzeit macht man sie ohne Eyer mit Man-delteig. Man kann sie mit Anies, Cicronenschalen,Rosenwasser rc. verbessern.
Spanische Brumme, in derKriegskunst, ein Exer-citium oder eine Uebung mit der Pike, indem solcheunter dem rechten Arme hin und her geschwungen wird,daß sie brummt. Diesen Artikel, den ich in dem Ja-blonskiefchen Lexicon der Künste und Wis-sensch asten, Bd. 2 , gefunden, ist nicht recht ver-ständlich, weil die Pike beim Hin- und Herschwingenunter dem Arme keinen Ton von sich hören läßt, alsvielleicht höchstens die Reibung, die der Arm beimSchwingen macht.