262 Spanischer Wein.
lich etwas Unreines bei sich; sind sie aber erst sechsund mehrere Jahre alt, so sind sie der Gesundheitnicht recht zuträglich; auch halten sich die meisten, außerdem achten Malaga, welcher, wie schon oben angeführtworden, eine Ausnahme macht, nicht lange. Vonallen andern Weinen unterscheiden sich die Spanischennicht allein durch ihr heißes Klima, worin sie wachsenund bereitet werden, sondern auch durch ihre eigen-thümliche Zubereitungsart. Man läßt nämlich da-selbst den Most über gelindem Feuer kochen, füllt ihnhernach in Gebinde, und läßt ihn gähren und abliegen.Weil er durch das Sieden viele von seinen wässerigenTheilen verdunstet hat, so wird er als eingesottenerMost davon so dick, als ein dünner Syrob, und süß.Die jungen Weine werden im Februar und Märzverladen. Die Oerter in Spanien, welche mit in-ländischen Weinen einen starken Handel nach demAuslande treiben, sind: Sän Filippo de Quirol, Selvadel Mare, Reus, Salou, Vendrell, Villanueba,Mataro, Batalona, Tarragona, Roses und Barzel-lona; dann Cadix, Sän Lucar, Alicante, Malaga,Torreblanca und Velezinalaga. Aus den KanarischenInseln zieht Spanien vortreffliche Sorten starker,lieblicher und süßer Sektweine in außerordentlicherMenge in den Handel. Für Europa ist insbesondereder auf der Insel Teneriffa zubereitete Wein ein wich-tiger Handelszweig, welcher im sogenannten Mal-vasir besteht, welches die edelste Sorte, oder in einemweniger süßen oder Sektwein. Der Erstere ist eineinmal gekochter Wein und aus Muskatellertraubenverfertiget. Beide erhalten sich viele Jahre lang.Die Insel Kanaria giebt den eigentlichenKanarien-sekt, und Palina den Palmsekt. Ein großerTheil dieser Weine geht nach Amerika, ein andrernach Spanien, und der übrige Theil wird von denEngländern und Holländern gekauft. Das. Faß