Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spanisches Stiergefecht. 369

las. Ihnen folgt zuletzt der Matador, der Held deöGefechtes, mit seinem Schwerdte, und einem Gefolgevon Harlekins, verkleideten Sklaven rc. rc. DieserAufzug ist gleichsam als das Vorspiel zu betrachten.Jetzt beginnt die feierliche Corrida. Auf ein Zeichendeö Corregidorö springen zwei furchtsame AlguazilSzum Stalle hin; sie schieben den Riegel zitternd undmit bebenden Handen und abgewendetem Gesichte zu-rück, und in voller Wuth stürzt der schnaubende Stierheraus. Durch das ganze Colossäum ertönt nunmehrein allgemeines Jubelgeschrei; tausend Stimmen, tau-send gellende Pfeifen, um den Stier noch wilder zumachen — Toro! Toro! — Alles tobt in wildem Ge-tümmel durcheinander. Man klatscht in die Hände;man pocht mit den Stöcken; man schlagt auf dieBanke; man schwenkt die Hüte; man figurirt mit denSchnupftüchern und mit den Manteln; die ganze Ver-sammlung scheint besessen zu seyn. Während der Her-auslassung deö Stiers halten diePicadoreö dem Stallegegenüber; das Pferd zur Seite gedreht, erwarten sieden Anfall des wüthenden Thieres. Plötzlich stürzt esauf den vordersten zu, um Mann und Roß mit seinenHörnern in die Luft zu schleudern; allein der Picadorversetzt ihm mit seiner Lanze eine Wunde am Vorder-bug, wendet sein Pferd, und sprengt zurück; dieserglücklich ausgeführte Stoß wird von der Versammlungmit einem: Lien! Via»! der Stoß war vortrefflichgeführt, begrüßt. Der Stier verfolgt seinen Feind,und wird vom zweiten Picador empfangen, welcheraber unglücklich ist, indem sein Stoß abgleitet und dieLanze zerbricht. Der Stier schlitzt dem Pferde dieWeiche auf, der Picador stürzt herunter, und würdeohne die Ch ulos verloren seyn. Dieses sind flüchtigeFußkämpfer, welche sogleich heranspringen und denStier ohneLanzewder sonst eine Bewaffnung, nur miteinem kleinen Stücke Taffent oder einer kleinen rothen