Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
Seite
278
JPEG-Download
 

278 Spanische Wand.

Nageln, indem man erst die Leinwand auf einer Seitedes Rahmes auf der Kante festnagelt, und sie dannmit der Hand oder einer Zange stark herüberzieht undauf der andern Kante festnagelt, und so macht manes auch mit den beiden entgegengesetzten Seiten derLänge. Wenn die Leinwand auf diese Weise ganzstraff herübergezogen oder aufgespannt worden, wobeiman die Enden auf den Kanten umlegt, und so fest-nagelt, damit sie nicht ausplatzen oder ausreisten kön-nen, so klebt man die Tapete oder das Papier mitgutem Tapeziermeister, der aus Stärke und etwas Leimbesteht, das heißt, aus zu Kleister gekochter Stärke,worunter Leimwaffer gegossen worden, auf die Lein-wand fest. Wenn das Ueberkleben mit Tapeten ge-schieht, so wählt man dazu gewöhnlich eine einfacheFarbe, als roch, blau, grau in verschiedenen Schat-tirungen, und klebt dann oben und unten eine ge-schmackvolle, handbreite Borte darüber, um einemsolchen Schirme in einem Zimmer ein gutes Ansehenzu geben. Soll der Schirm aber mit Blumen-,Frucht-, Thier - oder andern Stücken gemalt werden,so muß man die Rahmen mit gutem weißem Royal-papiere überkleben, dieses wird dann grundirt und mitWasserfarben die gewünschten Gegenstände daraufgemalt, welche man dann, um sie haltbarer zu machen,mit einem weißen Kopalfirniß überziehen kann. Esversteht sich, daß ein Rahmen, wie der andere über-zogen und beklebt werden muß; sie werden, wie schonoben angeführt worden, durch Charniere oder eiserneBänder zusammengefügt, so daß man sie nach Ge-fallen stellen kann, und jeder Rahmen erhält durchseine fortlaufende Leisten zu beiden Seiten zwei Füße,die über 6 Zoll betragen, so daß die Rahmen mitdiesen Füßen an ti Fuß hoch sind. Man hat auchSchirme von b bis 8 Rahmen, nachdem man sie ineinem Zimmer gebrauchen will und stellen kann. So