Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spann. Spannbaum. 281

druck so neu, als ein frisch gespaltener Span undfrisch geschmiedeter Nagel. Es kann auch wohl vonspannen, Gespann abgeleitet werden; ein neuGespann, nämlich Pferde vor einem Wagen, weilein solches gewöhnlich funkelt, glänzt, wenn es neuaussieht.

Spann, ein Getreidemaaß, welches in Pariser Kubik-zoll in Schweden, zu zwei Halbspanne, 3693 ent-hält. — Im Hollsteinischen, bei dem Deich-arbeiter soviel als ein Pflug oder eine Wüppe, weil da-selbst der Pflug ein gewisses Landmaaß ist. Spann-mann heißt dort ein Deichhaase oder Vor-wüppsmann. — Der Spann des WantS,imSchiffbaue, zwei auf einander folgende Haupttaueeines Wantö, die von einem Ende eines Wanttroßesgemacht sind, welches mit einer Bugt um den Topdes Mastes oder der Stenge, welcher das Want dient,liegt; bei dem ersten in der Rüst, bei dem zweiten imMars, oder auf den Saalinge festgesetzt wird. JedesWant hat auf jeder Seite halb fo viel Spann, als eöHaupttaue hat. Wenn die Zahl der Haupttaue un-gerade ist, so heißt das einzelne ungerade Haupttauan jeder Seite einKnoopspann rc.—Der erhabeneTheil des menschlichen Fußes, zu dessen beiden Seitensich die Knöchel befinden, wird gleichfalls Spanngenannt, wo es wahrscheinlich, nach Adelung, sowie Rist von der Erhöhung, als ein Verwandter vonWand, Wanst, Bohne rc. herkommt, oder auch,weil die Schuhe daselbst zngefpannt, das ist, daselbstzugebunden oder zugeschnallt werden. — Spann vordem Wagen, s. Gespann, Th. 17, S. 715.

Spannader, ein Name der Nerven oder Sehnen desmenschlichen und thierischen Körpers; s. Nerve,Th. 102, S. 310.

Spannbauin, beim Seidenwirker oderSeiden-weber, der Brustbaum an den Seidenwirkerstühlen,