Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spanneisen. Spannen. 283

Hand oder vielmehr auf die mehr oder weniger langenFinger ankommt, so daß eine Spanne auch wohl 8bis 9 Zoll betragt; auch die ausgespannte Hand führtzuweilen den Namen Spanne. Wer faßt denHimmel mit der Spannen (Spnnne), Es.40, 12. Sechs Spannen lang. Die Formder Spannen, sagt Adelung, ist in der zweitenund dritten einfachen Endung Oberdeutsch, und imHochdeutschen ungewöhnlich. — 2) Im Forstwe-sen ist dieS Panne ein Maaß, die Bäume nach derRundung damit zu messen, welches indessen keine be-stimmte Größe hat, sondern eine in Klafter, Fuß oderSchuh getheilte Kette ist, womit die Bäume umspanntwerden; daher führt eö auch den Namen Spann-kette. Die Bäume nach der Spanne ver-kaufen, nach dem Maaße. Nach Adelung istdieses «Wort in dieser Bedeutung schon alt. Indem alten Friesischen Gesetze lautet es 8pruum,bei andern Salinischen Schriftstellern des mittlerenZeitalters 8psmni8, Lspruina; in dem alten Frag-mente auf Karl den Großen bei dem Schilter8pau»e, im Englischen 8psu, im Italienischen8p8uus, im Französischen Lmpsn.

Gpanneisen, beim Seidenwirker,ein eisernerStab, der in ein Loch deö vorspringenden Kopfes desBrustbaums an einem Seidenwirkerstuhle gesteckt unddamit umgedrehet wird.

Spannen, I. ein regelmäßiges thätiges Zeitwort, be-reden, s. Abspannen u. Abspänstig, TH.1,S.156.— 2) Spannen, ein regelmäßiges Zeitwort derMittelgattung, welches nur im gemeinen Leben gang-bar ist, mit angestrengten Sinnen auf etwas merken.Ein jeder spannt vo ller Aufmerksamkeit,um die Geschichte zu hören. Er spanntsein Ohr, um zu hören, was vorgeht. Aufetwas spannen, lauren, es geschieht nun mit den