Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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290 Spannhaken. Spannholz.

im Jagdwesen, Haftel oder Pflöcke, womit dieGarne und Nehe gespannt werden.

Gpknnhaken, beim Grobschmid, kleine Klammern,womit die Griffe der Schmiedezangen, wenn sie dieArbeit gefaßt haben, zusammengehalten werden, damitdie Zangen das Eisen nicht fahren lassen.Spannhammer, bei den G o l d- und i l b e r sch m i e-den, der Planschenhammer, s. unter Silber-arbeiter, Th. 154, S. 197.

Spannholz, imMühlenbaue, diejenigen Querhölzerin dem Rahmen oder Gatter einer Schneidemühle,worin die Sägen eingespannt werden. Man machtsie von Eichenholz und zapft sie in die Seitenhölzer.' Von dem untersten Spannholze, auf 1^- Fuß hoch,x wird ein Eisen in langlichter Gestalt, von der Breite,als die Sagen sind, und 23 bis 24 Zoll lang, an dieinwendige Seite deö Rahmens so angeschlagen, daß esnach der Nothwendigkeit auf und nieder zu schiebenist. In diesen werden die Sagen gleichsam als ineiner Form eingeschlossen, an dem obern Ende ist sol-ches aber nicht nöthig, weil sie hier frei gehen müssen.- —Beim Buchbinder sind die Spannhölzer,Bindehölzer, zwei viereckige Hölzer, die von denBuchbindern gebraucht werden, und an welche sowohlPergamentriemen, als Bindfaden an beiden Endenfest angebunden werden, wodurch das geheftete Buchgespannt wird, daß es sich wieder in die Gleiche giebt,woraufman nur nach dem Winkelmaaße gerade nieder-schneiden darf, da dann, wenn man dieHeftnadel wie-der herauszieht oder die Spannhölzer auflöset, dasBuch wieder in die Runde geht, weil es sonst rundzu schneiden unmöglich wäre. Auch die Sperrru-th e führt den Namen Spann holz.

Das Spannholz, Spann b rett, Ausb rei-tebrettchen, ein Holz oder Brett zum Ausspan-nen der Schmetterlinge, nachdem man sie ge-