Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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344 Spargel.

wachsen können, soll man das Beet unmittelbar vorder Cinlegung der Spargelpflanzen Fuß vor Fuß fest-treten , weil dann auch die für die Pflanzen zu ma-chenden Furchen besser stehen; auch die Pflanzenselbst bei erfolgender Dürre in einem zusammenge-tretenen Boden mehr Nahrung zum Wachsthumsfinden. Nur muß in diesem Falle mit darauf gesehenwerden, daß die Erde auch dann, wenn sie zusammen-getreten ist, über dem Miste noch völlig b Zoll hochsey, weil die Spargelpflanzen, wenn ihre Wurzelnden Mist berühren, bei trockner Witterung großenSchaden leiden, und leicht vertrocknen.

Die Anlegung der Spargelbeete ohneM i st fangt im April an, und Alles, was von der Be-handlung und Wahl des Bodens oben, S. 335, ge-sagt worden, gilt auch hier, nur daß zu den ohne Mistanzulegenden Beeten der fetteste Boden ausgesuchtwerden muß, den man auf seinem Lande finden kann.Dieser Boden darf nicht eher, als in einer Tiefe von2 Fuß aus Thon, Lehm oder Steinlagen bestehen,weil sonst das Wasser sich nicht einziehen könnte, unddie Spargelwurzeln zerstören würde. Sollte ein fet-ter Boden fehlen, so ist dieser zu erlangen: 1) durchdie ausgegrabene Erde in den Bansen der Scheunen;2) durch Holzerde, welche aus den Holzschuppen oderauf den HolzpläHen ausgegraben worden; 3) durchTeich- und Schlammerde, welche ein Jahr in Haufengelegen hat und oft durchgearbeitet worden ist; 4) durcheben so starkes Düngen des Bodens, als wenn Kohl-pflanzen darauf kommen sollten, und 5) durch dieWahl solcher Beete, die eben Kohlarten getragen ha-ben und übrigens sehr guten Boden enthalten. Mangräbt nun einen solchen Boden im Herbste 1 * Fußtief um, und theilt ihn im Frühjahre, im März oderApril, in 3 Fuß breite Beete mit einem Fuß breiteZwischenwege aliz; denn weil die Wurzeln des Spar-