Sparofen. 439
beim Herausschieben und Einschieben des Brodes Stattfindet. Da jeder dieser kleinen Oesen nur fünfBrödefaßt, so kann das Ausziehen und Einschieben sehrbald geschehen, während welcher Zeit auch die übrigenfünf Oesen verschlossen bleiben. Rumford hattediese Art Backöfen nur auf Habermehlkuchen berech-net, die man gewöhnlich aus heißen eisernen Blechenbäckt; er fand aber nachher, daß man durch eine be-sondere Behandlung der Feuerhitze in einem solchenOfen auch gewönliches Brod backen kann. Der Ofenmuß nämlich erst hinlänglich geheitzt seyn, ehe mandas Brod hineinschiebt, und dann muß man die Luft.züge während dieses Prozesses nicht ganz verschließen-Der oben genannte Schriftsteller stellte zu Münchendarüber neue Versuche an und erreichte seine Absichtso gut, daß auf seinen Tisch kein anderes Brod gekom-men ist, als das sein Koch im Hause des Grafen ineinem Ofen von dünnem Eisenbleche, der von aussengeheitzt ward, gebacken hat, und er versichert nie besse-res Brod gegessen zu haben. Eö ist leicht, völlig aus-gebacken, nicht trocken und von vortrefflichemGeschmack.Die Brode müssen aber in dem Ofen auf runden dün-nen Eisenblechen, die auf eisernen Füßen von 1 ZollHöhe ruhen, gelegt werden, damit die untere Rindenicht verbrenne. Auch muß man den beim Backenerzeugten Dämpfen einen freien Abzug verstatten, webches entweder durch einen Dampfschornstein, oder bloßdurch ein Zugloch in der Ofenthür bewirkt werdenkann. Die Bäcker können von einer solchen Einrich-tung der Oesen bedeutende Vortheile einenidte». Auchauf Schiffen sollen die nach obigen Grundsätzen ein-gerichtetenBrat- und Backöfen von großem Nutzen seyn.
Ein Kalksparofen. Die besondern Zwecke beider Anlage dieses Ofens sind; 1) Die Feuerung sobrennen zu lassen, daß die Flamme den Rauch verzehre,welches dadurch bewirkt wird, daß der Rauch nieder-