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schen für Heilige oder Jnspirirte hielten, weil ihre Re-den, ihre Inspirationen oder mystischen Träume fürandere vernünftige Menschen unverständlich sind. Al-lein diese Erklärung.der Entstehung der Hofnarren istganz falsch; denn dergleichen Jnspirirte kommen wohlnicht an Fürstenhöfen vor, und würden auch eine sehrschlechte Rolle gespielt, und statt zu ergötzen, nur ge-langweilt haben. Man hat vielleicht geglaubt, weil manfrüher an den Höfen, unter dem übrigen Hofgesindeoder Hofpersonale, auch Zwerge, Stumme, Blödsin-nige rc. antrifft, man auch diese Klasse von Menschendaselbst antreffen müsse; allein Erstere hat nur dasMitleiden an die Höfe gebracht; denn da man in jenerZeit noch keine öffentlichen Anstalten zur Versorgungdergleichen Leute hatte, so nahm man sie an den Hö-fen auf, um das Hofpersonal zu vergrößern, und gabihnen Unterhalt. Da sich nun unter den Zwergen undBlödsinnigen Individuen fanden, welche von unge-fähr einen Witz rissen, oder eine passende Rede, welcheGelächter unter den Hofleuten verursachte, hielten, sowurde zuletzt der Gegenstand des Mitleids, ein Gegen-stand der Belustigung. Man zeichnete ein solches In-dividuum durch seltsame Kleidung aus, theils um ihndurch den Anblick, als der Lachlust günstig, schon zucharakterisiren, theils wohl auch um ihn dadurch gegendie Beleidigungen anderer Menschen zu sichern oderzu schützen ; auch ertheilte man ihm wohl Vorzügemancherlei Art, worunter vorzüglich gehörte: an derTafel seines Herrn zu speisen, und diesen durch seinelustigen Einfälle zu ergötzen. Dieses, wie es schien,köstliche Leben, merkten sich bald nicht blödsinnige Mü-ßiggänger, und spielten den Wahnsinnigen, um ohneArbeit bei den Großen Unterhalt zu finden; sie spiel-ten aber mit gesundem Verstände den Narren, und soscheinen auch wohl nach und nach die Spaßma-cher, Lustigmacher, Hofnarren entstanden zu