546 Spath (Fluß-).
scheinen anzuzeigen: 1) daß die meisten FärbenderFlußspache von flüchtiger Natur sind, weil sich meh-rere bei nicht sehr heftigem Feuer ganz verlieren, an-dere ihre vorige Farbe mit einer andern umtauschen;man müßte denn annehmen, daß überhaupt in ihnenkein sogenannter Farbestoff sei, sondern diese Farbenbloß daher entsprängen, daß nach veränderter Lage derTheile, die Lichtstrahlen Lurch dieselben anders gebro-chen und zurückgeworfen würden. 2) Muß das Ver-hältniß der Bestandtheile in den verschiedenen Fluß-spaten, oder wenigstens der Zusammenhang derselbenunter einander verschieden seyn, weil manche bei dem-selben Grade der Erhitzung mit großer Heftigkeit ver-knistern, andere langsamer, noch andere gar nicht,welches vielleicht von dem mehr oder wenigen Kry-stallwasser abhängen mag. 3) Scheint man in demFlußspache von Nortschinök noch einen eigenen Stoffsuchen zu müssen, welcher in den andern nicht zu fin-den ist, weil jener nicht nur die Farbe im Feuer ver-ändert, sondern sie auch mit der vormaligen natürli-chen bei der Abkühlung wieder zu vertauschen vermö-gend ist, sie zeigt sich daher den sogenannten sympathe-thischen Dinten in gar vielen Fällen sehr ähnlich. —Scheele hat folgende Versuche mit einem grünen. Flußspache angestellt, den er vom Garpenberg, undmit einem weißen, den er von Gisloef in Schonen er-hielt.
i) Da der Flußspäth, nachdem er erwärmt worden,in einem dunklen Zimmer einen schönen Phvsphorscheinvon sich giebt, diese Eigenschaft zu leuchten aber nacheiner vollkommenen Kalcinaiion verliere, so suchteScheel zuerst zu erfahren, welche Bestandtheile ihmdurch daö Glühen entrissen würden. Es wurden da-her Z Unzen in einem bedeckten Tiegel gut durchge-glühet. Der Spath prasselte heftig, fast wie Koch-salz, sobald er heiß ward. Nach dem Erkalten fandsich, daß er fast nichts Merkliches von seinem Gewichte