Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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574 Spath (selenit.). Spath (Stangen-).

datlvsalz gab. 5) Gleiche Theile Sedativ- und Koch-salz dem heftigsten Destillirfeuer ausgesetzt, ging inSalzsäure über. Der Rückstand wurde im Wasserausgelöset, und die Auflösung dem freiwilligen Ab-dunste» überlassen; es entstanden vielfach gestaltete,sechsseitige und vollkommen kubische Krystall, n, diesich wie wahrer Dorar verhielten, also war diesesFossil Boracit.

Auch andere Chemiker, wie die oben schon ange-führten, haben mit diesem Spathe Versuche angestellt,und ziemlich dieselben Resultate erhalten, die vonWestrumb eben angeführt worden. Nach Heyerist es ein salzsaurer Kalk. Nach dem genannten Che-miker soll die Borax- oder Sedativsalzsäure etwa mitdem vierten Theile Kalkerde im trocknen Zustande,und Krystallisaticnöwasser hingegen mit dem fünftenTheile diese so harten Krystallen bilden; auch bestätigetes sich daraus, daß die Zerlegung mit Natrum oderLaugensalz auf dem trocknen Wege viel beschwerlicherist, als mit Säuren, welches ihn noch ein anderer klei-ner Versuch schon vorher gelehrt hatte. Er hatte näm-lich einen kleinen zu Pulver geriebenen Krystall ineinem Tiegel mit Alkali geschmolzen, und war nichtvermögend die Masse mit Wasser aufzulösen. Ernahm daher Salpetersäure zu Hülfe, und doch dauertees über acht Tage, ehe sie alle zergangen war.

Sparh, (seleni tisch er), s. Spath, (Gy PS-).

— (Selenit-), s. daselbst.

— (Stangen-), eine Art des Schwerspaths,welcher aus einer geschobenen vierseitigen Säule be-steht, und in dünnen, bisweilen nadelförmigen Kry-stallen anschießt, die stangenförmig durch-und überein-ander gehäuft sind. Diese Krystallisation ist ein ein-ziges Mal auf dem Lorenz Gegentrom ohnweit Frei-berg vorgekommen. Von den reinsten stangeförmigenKrystallen brachte Wieg leb 6 Drachmen zusammen,und pülverte und vermischte sie mit einer Unze Wein-