Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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590 Spaziergang.

Laube der Baume bedeckt oder beschattet würden,b) Wählt man gewöhnlich zu den Alleen Laubhölzer,und unter diesen solche Baumarten, die ein großesBlatt haben und den besten Schatten geben, wie dieKastanien-, Eschen-, Eichen-, Ahorn-, Linden - undWallnußbäume; man kann aber auch mit Laubholz,welches nur kleine Blätter hat, abwechseln, wie mitBirken, Pappeln, Weiden rc., um die Romantik einessolchen der Erholung gewidmeten Ortes zu erhöhen.In großen Städten kann man auch Plätze anlegen,die einen doppelten Zweck haben, zur Erholung die-nen, und auch der Gewerbsamkeit gewidmet sind, in-dem man ringsherum um einen solchen Platz eine Al-lee von Bäumen anlegt, die zum Promeniern dient,und auf der Mitte des geebneten Platzes kann derWochenmarkt abgehalten werden, oder Verkäufe an-derer Art Statt finden, wie man solches hin und wie-der in großen Städten antrifft. Ein sehr schöner undgewiß einziger Spaziergang ist die Straße unterden Linden in Berlin, auch bloß unter den Lin-den genannt, welche über 1600 Schritte oder 4000RheinländischeFuß lang, und 160 Fuß breit ist. Dieeigentliche Promenade in der Mitte, für die Spazier-gänger, ist 50 Fuß breit, mit Kies fest gestampft oderChausseen, und zu beiden Seiten, vom Anfange desOpernhausplatzes an bis zum Ausgange oder dem Endederselben a.Pariserplatze, mit einem eisernen, von Sand-steinkegeln unterstützten Geländer eingefaßt; so auchzu beiden Seiten von zwei Reihen Bäumen, Linden,Kastanien, Eschen und anderm Laubholze; auch ste-hen zu beiden Seiten Bänke zum Ausruhen. Zu bei-den Seiten der Straße für die Fußgänger kommt dergepflasterte Weg für die Reiter, auch mit einer ReiheBäumen beseht, die mit denen der Fußpromenade eineAllee, die gleichsam überwölbt ist, bilden, und zwischendem Wege für die Reiter und den Häusern, oder der