Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spaziergang. 597

Gebirge hat, zur Rechten aber großer und mannigfal-tiger Parthieen des Gartens genießt, wo die vielfältigenund mannigfaltigen Prospecte fast bei jedem Schritteeine neue malerischeForm erhalten. AufdiefemWegegelangt man hierauf durch einige Lustgebüfche, welchedurch die Zusammenstellung ihres verschiedenen Laub-werkes und ihrer mannigfaltigen Blüthen das Augevergnügen, zum Tempel des Vaterlandes, der für Ge-mälde bestimmt ist, die interessante Begebenheiten desStaates rc. vorstellen und zur Belehrung des Staats-bürgers dienen. Darin kann man auch einige Statuender Kaiser aufstellen. Edle patriotische Handlungenund ächte Beweise von wahrer Bürgertugend solltenin der Halle desselben auf metallenen Platten durchInschriften eine ehrenvolle Erwähnung erhalten, wiez. B das rühmliche Verfahren der Bürgervon Wienerifch-Neustadt, welche durch ei-genen Antrieb die erste freiwillige Bei-steuer zu dem so kostspieligen Kriege mit den Fran-zosen, als Republikaner, darbrachten. Die Lage diesesTempels ist offen, frei und majestätisch, wodurch dasGemüth schon durch das Aeußere zu dem feierlichengroßen Auftritte gestimmt wird, dem man sich nähert.Eine edle Architektur muß diese Erwartungen undEmpfindungen möglichst verstärken. Der Standortdes Tempels ist auch der Vortheilhafteste Punk für dieschon bezeichneten Aussichten. Bei der Hintern Frontebefindet sich ein sehr geräumiger Rasenplatz, von Ge-hölzen in natürlichem Style umgeben, die nach denBegriffen von schönen Formen und Farbenmischungengeordnet sind, und über welche sich wieder starke Mas-sen und Gruppen von solchen Arten von Bäumen er-heben, die über das Ganze den Charakter von Ernstund Würde verstärken helfen. Auf den großen undfreien Rasenplätzen sey ein Denkmal für eine großewichtige und feierliche Begebenheit des Staats be-