Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Specht. 699

«8 MIM'. Lw880N Ol'llitliol. l'oiN IV, 34.Griech. Fr. I L^eielis ou 1s kio vario, 1«l'i« ron^tz; Engl. ^rsut 8potl6(l ^Voo6x6«I<ei';Jtal. (Xürosso. Dieser Buntspecht ist die dritte Artder Europäischen Spechte. Den Namen Buntspechthat er wegen der Abwechselung des Weißen undSchwarzen auf seinem Gefieder erhalten, welches nochdurch das Roth auf dem Kopfe und dem Bauche ge-hoben wird. Der Wirbel ist schwarz, mit einer rothenBinde auf dem Hinterhaupt?, und die Kappe endigetsich auf dem Halse in einer schwarzen Spitze, von wozwei schwarze Aeste, wovon an jeder Seite ein Astnach derWurzel des Schnabels hinuntergeht, daselbsteinen Bart macht, und der andre unten am Halse hin-untergeht und ihn gleichsam wie mit einem Halsbandeeinfaßt, welcher schwarze Strich sich nach der Schulterin das schwarze Stück hinzieht, welches die Mitte desRückens einnimmt. Die Schultern decken zwei großeweiße Flecken. Die Schwungfedern der Flügel sindbraun, die andern schwarz, mit weiß gemischt. DasRoth auf dem Kopfe ist lebhafter, als dasjenige aufdem Bauche, welches schön dunkelroth, karmoisinrothist. Wegen dieser Mannigfaltigkeit der Farben kannman dem Buntspecht in der Schönheit den Vorzugvor allen andern Spechten geben. Dem Weibchenfehlt das Rothe auf dem Hinterkopfe. Dieser Spechthat die Größe einer Amsel. Ein Weibchen, welchesOtto schoß, wogbLoth und die Länge desselben bis zudem Schwänze betrug 9 s Zoll Rheinländisch; dieFlügelausbreitung 14^ Zoll, Bechstein setzt dasMaaß 9 Zoll Länge und l6Zoll Breite. Man findetdiesen Specht den Sommer über in Wäldern, imWinter aber in den Gärten, wo er sich von allerhandInsekten nährt, als von Heuschrecken, Mistkäfer,Maikäfer, Ameisen, Bienen rc.; er frißt aber auchFichten- und Kiefersamen, Bucheckern, Eicheln, und