Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Species. 719

werden. Man muß bei der Bereitung dieser so ein-fachen Arzeneien folgendes bemerken: 1) Alles, wasvon den Ingredienzen geschnitten werden kann, werdegeschnitten, nicht aber gestoßen; denn durch das Sto-ßen erhält man zu viel Pulvrichtes. Man nimmt da-her auch nur seine Zuflucht alsdann dazu, wenn esSachen sind, als GummataS, Gummiharze, Samen:c.,die sich nicht schneiden lassen. 2) IedeSubstanz mußbesonders geschnitten werden; denn da sie sich auchdurch ihre größere und geringere Güte, stärkeren undleichteren Zusammenhang unterscheiden, so würden,wenn Alles durch einander mit einem krummen Mes-ser geschnitten werden sollte, einige von den In-gredienzen ungleich feiner, andere gröber werden. —Da sich die groben Theile immer nach der Oberflächeerheben,, die kleinen aber niedersinken, so lassen sichsolche von ungleicher Größe verfertigten Species nichtganz gleich vermischen, daß nicht der Kranke bei demGebrauche einmal mehr von einer, das andere Malmehr von der andern Substanz bekomme. Aus dieserUrsache müssen 3) die Species nie pulvericht, sondernjederzeit gröblich, und so viel, als möglich, von einer-lei Größe seyn. Man schlägt daher eine jede Sub-stanz, nachdem sie zerschnitten worden, durch einen unddenselben Durchschlag, siebet von dem Durchgeschla-genen das feine Pulverhafte durch ein grobes Haar-sieb ab, und wiegt jetzt erst von dem im Siebe Zurück-gebliebenen die Species zusammen und vermischt sie.4) Die Samen, welche schon an sich klein genug sind,als Kümmel, Fenchel müssen dennoch vorher leichtzerquetscht werden, weil sie sonst nicht so gut von dernachher überzugießenden Feuchtigkeit durchdrungenwerden. — In der Handlung sind die Speciesalle grobe Münzsorten, von was für Schrot und Kornsie auch seyn mögen, besonders die Sächsischen undLüneburgischen nach dem alten Reichsfuße geprägten