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Staatsschuld.
nutzten, die Auflagen oder Abgaben, mit Berücksichti-gung der Kräfte des Volkes, gehörig vertheilten underhoben, und sie dann wieder so zu vertheilen und ausdas Land zu verwenden wußten, daß sich die Zinsendes Kapitals verdoppelten, wird nicht nöthig seyn, dasie aus der Geschichtehinlänglich bekannt sind, auch un-ten, bei den Staatsschulden und dem Finanzzustande dereinzelnen Reiche Europas, Einiges darüber vorkommt.Bei einer dergleichen Regierungsführung, die auch zu-gleich von einem weisen Hofhalte zeugt, werde« nurSchulden bei außerordentlichen Ergebnissen, wie beiKriegenrc., gemachtwerden, und wenn dieses auch miteinem großen Aufwande geschieht, so sind sie doch demStaate nicht nachteilig, weil der Aufwand zumWohledes Volkes unternommen wurde. Wenn aber beiwirklichen Verschwendungen, die nur Einzelnen zugute kommen, ober wo ein ansehnlicher Theil derStaatöeinnahme auf Gegenstände verwendet wird,die der Nation gar nicht zum Nutzen gereichen, jawofür das Geld wohl gar aus dem Lande geht, Anlei-hen im Auslande gemacht werden müssen, um die Aus-fälle in der jährlichen Staatsbilanz zu decken, undum dann die Zinsen, als auch das Kapital abzutra-gen, neue Auflagen gemacht oder alte ansehnlich er-höhet werden müssen, so sind diese Schulden eineBürde des Staats, indem dieZinsen von den Staats-kräften zehren. -— Durch viele Kriege vermehrensich hauptsächlich die Staatsschulden, wie dieses be-sonders die jüngste Kriegsgeschichte von Europa seitder Französischen Revolution bis zur BeendigungLeS Freiheitskämpfern 1815 bewiesen hat, in welcherZeit die meisten, ja man möchte sagen fast alle Staa-ten Europas mit einer ansehnlichen Ladung Schul-den belastet worden sind. Daß Kriege sehr nach-theilig auf die Finanzen eines Staates wirken müs-sen, ist leicht einzusehen; denn die Ausrüstung undUnterhaltung der Heere in Kriegeszeiten kosten bedeu..