Staatsschule. Staatssekretair. 361
Haber lautet. Man hat aber auch Staatsschuldver-schreibungen, welche nicht auf den Inhaber lauten,wie z. B. die Churmärkischen alten LandschaftlichenObligationen in Preußen, und mehrere provinzielleStaatöschulddokumente. Sie können auch cedirt wer-den, nur ist immer bei jedem neuen Inhaber eine Le-gikimationsprüfung nöthig, so wie bei einigen auch dieAbtretung gerichtlich geschehen muß. Dieses ist be-sonders mit allen alten StaatSobligationen der Fall.Bei den neuern Staatsschulden hat man dem Gläubi-ger die Sache erleichtert, und ihn der vielen Weit-läufigkeiten überhoben.
Gcaatsschule, Staacs schulen, von der Regierungerrichtete Schulen, zum Unterschiede der Privatschu-len, welche von Privaten errichtet werden; s. den Art.Schule, Th. 149.
Graacssekretair, ein hoher Staatsbeamter in mehrerenStaaten Europas. In England oder Großbritan-nien werden die drei Minister, welche die innerenund äußeren Angelegenheiten besorgen, Minister-Staatssekretaire, auch bloß Staatssekre-tair e genannt. Sie theilen sich in die Staatöge-schäfte so, daß zwei die inländischen Angelegenheitengemeinschaftlich, jedoch in der Art, daß der Eine insbe-sondere die ausländischen Angelegenheiten mit demnördlichen Theile von Europa, der Andere die mitdem südlichen Theile dieses Welttheils, besorgen; derDritte, welcher erst seit 1763 im Amte ist, hat die An-gelegenheiten der Kolonien zu leiten; er ist besondersfür die Amerikanischen Lande bestellt worden. Unter denbeiden ersten Staatssekretairen steht auch das Staats-archiv und das Siegelamt (tk« puxm- <Mv6 unätlw 8ixii6t welches Letztere sie mit dem
Großkanzler gemeinschaftlich haben. Ein Jeder dieserStaatSsekretaire hat 2000 Pfd. Sterl. Gehalt, Ta-felgelder, und zwei Sekretaire und sechs Schreiber