Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatssystem. 367

tiget wissen wollte, um irgend wo eine Unternehmungauszuführen, so hielt es England mit Rußland, umdadurch die Pforte im Zaume zu halten, wenn sie aufFrankreichs Anstiftung Oesterreich zu beunruhigen be.absichtigte; auch wegen des Handels in der Ostsee,besonders seit dem Rußland Häfen daran hak; auch istder Handelsvertrag zwischen beiden Nationen imJahre 1741 erneuert worden, welcher Vertrag denEngländern große Vortheile bot, indem darin ausge-macht wurde, daß das zahlreiche Russische Heer nurin Engländisches Tuch gekleidet werden sollte, und andereVortheile mehr. Da die Schweizer sehr nachteiligauf Frankreich wirken können, wenn sie sich mit an.dern Mächten verbinden, so hat Frankreich dieSchweiz auch stets in sein Interesse zu ziehen ge-wußt, und immer eine große Anzahl Schweizer inseine Dienste genommen, weit mehr, als andereMächte; auch unterhielt es mit dieser Republik einennicht unbedeutenden Handel. Vor der EroberungSchlesiens sahe Preußen England als seinen natürli-chen Bundesgenossen an, nach dem Besitze dieses Lan.des schien diese Freundschaft von Seiten Englandsetwas lau geworden zu seyn, wenn gleich der letztereStaat den Frieden zu Breslau und Dresden eingelei-tet hat, wodurch Schlesien dem Könige von Preußenverblieb, und er auch in dem siebenjährigen Kriegewegen Hannover an Preußen Subsidien zahlte, sowar doch England ein zu genauer BundesgenosseOesterreichs, und dieses zu sehr aus Grundsätzen, dieoben wegen Frankreich schon entwickelt worden sind.Frankreich hing sich dagegen mehr an Preußen, wennes gleich im siebenjährigen Kriege das Gegentheil be.wies, um dadurch gegen Oesterreich und England ei-nen Bundesgenossen mehr zu haben, und so wurdebaSGleichgewicht unter den Mächten Europas bis zumzweiten Schlesischen Kriege erhalten. Besonders wich.