18 Staatsverwaltung.
nung niedergelegt hatte, der Lord Mayor von Londonden Stadtrath am 15ten April zusammen kommenließ, worin der Beschluß einmüthig gefaßt wurde, ei-nem Jeden der beiden genannten Minister das Bür-gerrecht der Stadt in einer goldenen Büchse von hun-dert Guineen an Werth zu verehren, und da nun Nie-mand Bürger dieser Stadt seyn kann, ohne einMitglied einer Zunft zu seyn, oder doch einem Gewerbeanzugehören, wie es wenigstens damals verlangt wurde,so hielt die Innung der Gewürzhändler am folgendenTage eine außerordentliche Zusammenkunft, worinman beschloß, die beiden abgetretenen Minister alsMitglieder aufzunehmen, und «och vor Ablauf desMonats Juni folgten dem Beispiele der Stadt Lon-don in Ertheilung des Bürgerrechts an Pitt undLegge, noch viele andere Städte und Flecken, welcheihnen dasselbe in goldnen und silbernen Büchsen über-sandten, und diese Ehrenbezeugungen von Seiten desVolks bewirkten, daß Pitt am 29stenJuni wiederals erster Staatssecretair ins Ministerium gerufenwurde und das StaatSsiegel erhielt; eben so wurdeauch Legge bei der neuen Kommission der Schatz-kammer als Königlicher Kommissariuö wieder ange-stellt. Pitt blieb nun erster Minister bis nacb demTode Georgs desZweiten, wo er freiwillig re-stgnirte, weil er sich durch BUte'S Ränke unter demKönige Georg dem Dritten in seinen Plänen ge-hemmt sah ; er blieb nur noch Mitglied des Unterhau-ses, wie schon oben bemerkt worden. Aber auch beidiesem Ausscheiden überreichte ihm die Stadt Londoneine öffentliche Danksagung, und ließ ihm zu Ehreneine Inschrift auf die BlackfriarSbrücke setzen. Niebewies wohl ein Minister mehr, nach welchen Prin-zipien Großbritanniens Staatsverwaltung geführtwerden müsse, als William Pitt der Vater; dennGroßbritannien, als Jnselland, also vom Festlande