326 Staatswirthschast.
theken, chemischen Laboratorien, zur Zusammensetzungmetallischer Kompositionen, in Katcundruckereien rc.Anwendung findet, und entweder natürlich, jedoch sehrselten, ,n Kupferbergwerken angetroffen und durch Kunstaus dem Galmey oder Kobaltstein bereitet wird, kommtaus Sachsen, besonders von Meisten, aus Wien undSchlesien in den Handel. — Der Kobalt, worausdie Schmälte oder der Zaffer bereitet wird, kommt ausSachsen, Böhmen, Thüringen und Hessen re., wo ergesunden wird, in den Handel, und wird Centnerweisegehandelt. — Der grüne Vitriol oder das schwe.fei saure Eisen kommt aus Italien, Ungarn,Schweden, England, Böhmen, Sachsen, aus Nord-hausen in der Preußischen Provinz Sachsen, ausGoslar rc. in den Handel. Man hat Eisen- (grü-nen), Kupfer-(blauen) und Zink- (weißen) Vitriol.Das aus dem Eisenvitriole gewonnene Oel, Vi-triol oder Schwefelsäure, welches zur Färberei),zum Bleichen und zu vielen chemischen und medizini-schen Benutzungen dient, wird aus Preußen, beson-ders von Nordhausen, Sachsen, Bayern, der Schweizund aus England zu uns in den Handel gebracht. —Den Schwefel liefert England, Holland, Ungarn,Böhmen, Toskana, der Kirchenstaat, Neapel und Si-cilien, Belgien, besonders Lüttich, Frankreich, beson.derS Marseille, Jßland, bei uns in Deutschland, Han-nover, besonders Goslar, dann Sachsen, Schlesien rc.Salpeter kommt in vorzüglicher Güte aus Ost-indien, besonders aus Bengalen, Siam, Pegu undParna in den Handel, und wird durch die Engländi-schen, Holländischen und Dänischen Kompagnien nachEuropa gebracht. Auf den Ostindischen folgt derRussische, der Ungarische und der Polnische Salpe-rer. Rußland schickt nur wenig von diesem Artikelin den auswärtigen Handel, denn es verbraucht ihngrößrentheils selbst. Der Polnische, welcher vor der