S42 Staatswirthschaft.
Frankreich, aus Jstrien und Ungarn über Holland,Hamburg, Breslau rc. in den Deutschen Handel, undwerden von Corduan- und anderen Lederbereitern,Färbern, Materialisten, Apothekern und in verschiede,nen Manufakturen gebraucht.— OrleanS kommtaus dem ehemaligen Spanischen Amerika, aus demFranzösischen Südamerika, Brasilien, Jamaika überLonden, Bourdeaux, in Kuchen oder Broden,auch inKlumpen in den Handel. Deutschland bezieht ihnüber Hamburg; der Cayennische wird am meisten vonden Färbern rc. geschäht. — Kurkumä oder Cur«cumey, eine Wurzel, welche aus China, Java, denMolukken rc. von den Holländern, Engländern undPortugiesen in Säcken in den Handel gebracht wird,und von Hamburg, Bremen rc. in den DeutschenHandel kommt, und von Färbern gebraucht wird. —Der Saflor kommt von Alexandrien in Aegyptenin vorzüglicher Güte, wird aber auch in Italien undbei uns in Deutschland mit Vortheil gebauet, beson-ders am Rhein, in Thüringen, vorzüglich in der Preu-ßischen Provinz Sachsen, wo man bei Erfurt, beiLangensalza und in der Lausitz ganze Felder von die-sem Gewächse antrifft. Der zuerst genannte Saflorkommt über London und Marseille, der Italienischeüber Venedig und Triest in den Handel. Deutschlandbezieht den fremden Saflor über Hamburg. Er dientzurFärberey. Marseille führt solchen in ganzen Schiffs-ladungen für die Farbercyen und Tuchfabriken in Lan-guedoc ein. — Der Safran kommt aus der Le«vante, dann aus Spanien, Frankreich, Italien, Eng.land und Oesterreich; der Persische und Türkische Sa-fran kommt über Venedig und Wien in ledernenSäcken, die Europäischen Arten über Holland undHamburg in den Deutschen Handel. — Den Wein-stein zieht die Handlung aus Italien, Frankreich,Ungarn rc. Der Erstere kommt über Venedig, der