S46 Staatswirthschaft.
dem hier das Maschinenwesen mit Anwendung dermannigfaltigen Kräfte hervortritt, und dann die Kunst,arbeiten in ihren mannigfaltigen Gestaltungen. Unterden Fabrikwaaren zeichnet sich besonders als ein sehrergiebiger Zweig für den Handel dasPorzellan aus,welches jedoch in mehreren Staaten ein Monopol derKrone ist, und erst in neuester Zeit ist es, z. B. inPreußen, und so auch in mehreren andern SlaalenPrivaten frei gegeben worden Porzellanfabriken zu er-richten und das Fabrikat nach ihren gestellten Preisenzu verkaufen. Dem Chinesischen und JapanischenPorzellane wird im Handel der Vorzug vor allen an-deren bekannten Arten in Hinsicht der Dauer zuge-standen; dagegen übertrifft die Europäische Waarewieder die Chinesische und Japanische in Hinsicht dergeschmackvollen Formen und der Malerey. Im Hau.del kommen folgende Sorten vor, welche durch dieHolländer, Engländer, Dänen und Franzosen nachEuropa gebracht werden: Kräh-Alt weißes, Alt-Chinesische S, Neu-Chinesisches und Chine<sisch'JapanischeS. Das Japanische Porzellanwird von den Holländern nach Europa gebracht; auchdas Persische Porzellan kommt durch die OstmdischenKompagnien nach Europa und wird daselbst für Chi-nesisches ausgegeben; allein es ist schlechter, als die-ses, wenn es gleich große Aehnlichkeit mit demielbenhat; denn es hat den Fehler, daß es in kochendheißenFlüssigkeiten leicht springt. Das Chinesische Porzellanfindet noch hin und wieder Absatz in Europa, und ha!seine Liebhaber, obgleich das Europäische, wie schonbemerkt worden, an äußerer Schönheit darüber hu"ausgeht. Es kommen jährlich eine große MengePorzellangeschirre daher, besonders Tassen, Teller,Schüsseln, Kannen, Töpfe, Becher, Dosen, Büchsen,Leuchter, Flaschen, Pajoden, Löwen, Hunde, Pfauen,Hähne, Carikaruren, Vasen, Urnen, und verschiedene