Staatswirthschaft. 679
fakturen verbunden, welche den meisten Stoff dazuhergeben, also mit den Seiden» Baumwollen» undWollen-Manufakturen. In den Leinen-Manufakt».ren werden auch gemischte Zeuge fabrizirt, es ge,schiehk aber seltener. Selbst Manufakturen halb.seidener Zeuge giebt es nur wenige, weil diejenigen,welche ganz seidene Zeuge verfertigen, auch halbseideneweben. In den Handel kommen daher die gemisch.ten Zeuge aus den oben angeführten Manufakturenin Wollen», Baumwollen- und Seidenzeugen. Zudem Manufakturwaarenhandel gehört auch noch derZwirn, welcher auf den Zwirnmühlen gemacht undzum Nähen, Knüppeln und Wirken gebraucht wird.Er ist nach seiner Eigenschaft grob, Mittel oder fein,roh, gebleicht oder gefärbt. Die vorzüglichsten Sor»ten Zwirn, die in den Deutschen Handel kommen, sichdarin einen Namen erworben haben, und auch insAusland gehen, sind die Schlesischen, Sächsischen,Böhmischen und die Mährischen Zwirne; dann sindvon ausländischen Zwirnen die Holländischen undBelgischen Zwirnarten im Rufe; s. weiter unten.Das Garn besteht in Leinen», Baumwollen, undWollengarn. Das Erstere kommt aus den Preußi-schen ProvinzenSchlesien,Westphalen undKleve-Berg,aus Sachse«, Mähren, Böhmen, aus dem Hildes»heimischen, Braunschweigischen, Hessen,Kasseischen,aus Bayern, Würtemberg, Holland und Belgien inden Handel. Das feinste Leinengarn liefert in Schle«sien der Goldbergische, Greifenbergische und Lieben»thalsche Kreis, Das sogenannte Kerngarn, welchesam haltbarsten ist, liefern die Distrikte von Trebnih,Oels, Juliusburg, Bernstadt und Wartenberg; Mit.kelgarne liefert die Gegend um Militsch, Trachenberg,Prausnih und Namslau, und die Grafschaft GloH,und gewöhnliches Garn zum Einschuß die Distriktevon Bunzlau, Hainau, Liegniß, Lüden, ParchwiH;