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Tieger.
Katze im Kleinen; der Löwe hat dagegen einen mehrgedrungenen Körper, gleich dem Hunde. Der Tiegerliegt immer im Hinterhalte, im Gebüsche oder Gestrüppe,hauptsächlich am Ufer der Flüsse, wo die Thiere zurTränke kommen, und lauert auf seine Beute, die er ausdem Hinterhalte durch einen Sprung, ein rasches Hin-zufahren, zu überwältigen sucht, indem er sie gleich mitseinem Rachen packt und fortträgt, oder wenn sie zu großist, sie durch einen Sprung auf den Rücken und das Ein-schlagen seiner Tatzen in das Fleisch nieder zu werfensucht, welches ihm bei Pferden, Rindern rc. in der Re-gel gelingt, besonders wenn die Letzteren überfallen wer-den, und sich mit ihren Hörnern rc. nicht rühren können,um seinem Sprunge auszuweichen. Hat er ein solchesThier niedergerissen, so steckt er feinen Kopf in die zcr-riffcnen Wunden, um das Blut zu trinken. Sein Blut»durst kennt keineGrenzen, selbst dann, wenn er sich darinsatt getrunken zu haben scheint, und im Fleische übersattgefressen hat, greift er von Neuem nach einer Beute, diesich ihm zeigt. Er würgt und vertilgt ganze Herden vonHausthieren, erdrosselt die wilden Thiere, die in seineNähe kommen, kämpft mit Elephanten, Nashörnern,Büffeln, der Riesenschiange, und wagt es selbst dem Lö-wen zu trotzen. Daher müssen sich auch die Reisendensehr in Acht nehmen, daß sie nicht in Indien in dieTatzen dieses Thieres gerathen, welches in den Engpäs-sen von Hindostan Reisenden oft begegnet ist, so daßsie ein Opfer ihrer Unvorsichtigkeit wurden. So erzähltJohnson, daß zwei Bibaries (Leute, die Getreide undKaufmannsivaarcn auf Büffeln fortschaffe») eine Reihesolcher bcladencn Thiere von Palamow nach Dschittrahtrieben. Etwa eine Stunde von letzterem Orte fiel einTieger den hintersten Mann an; ein Gullah oder Hirt,der Büffel in der Nähe hütete, eilte jenem Mann muthigzu Hülfe und verwundete den Tieger gefährlich mit sei-nem Schwerte, der nun den Bibarie losließ und den
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