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Tieger.
aber eine etwas übertriebene Angabe, nach den Rcprä-sentanten zu schließen, welche man in den laufenden Me° ,nagerien in Europa gesehen hat, die man fürOstindischcTieger ausgiebt, und die es auch nach den Beschreibun-gen, Zeichnungen und Gemälden, die man davon ent-worfen hat, und wie man sie noch in den zoologischenMuseen ausgestopft antrifft, sind, möchte ihr Gewichtwohl nicht viel über 230 Pfd. seyn. Sie haben vierZitzen. — Das Tiegerfcll wird wegen seiner schö-nenFarbesehr gesucht, und damit ein ansehnlicher Han-del getrieben. In China wird dasselbe sehr geschätzt;die Kriegsmandarinen decken ihre Stühle damit in öf-fentlichen Umgängen, und machen daraus Polsterbezügcfür den Winter. JnPersten haben diese Felle ebenfallseinen beträchtlichen Werth; sie werden hier zu Pferde-decken gebraucht, und ein sehr mittelmäßiges Fest kostetzur Stelle über 3 Nudel. Nach Europa kommen dieseFelle durch den Handel aus Ostindien und Persten überOremburg undKfachta, und dienen auch hier zu Pferde-decken. Müssen, Unterfutter unter Pelze rc. Obgleichdie Tiegerfelle an ihrer Zeichnung kenntlich sind, so lau-fen doch Leoparden- und Pantherfelle mit unter, undwerden gleichfalls geschätzt, da sie auch eine sehr schöneZeichnung haben, nur den Köuigstiegerfellen kommensie nicht gleich, auch nicht in der Größe. — Der Tie-ger ist das Sinnbild der Grausamkeit, der Rache unddes Zornes; deshalb findet man ihn auch nicht auf denWappenschildcn in der Wappenkunst, wo man dochandere Raubthiere, wie den Löwe», Leoparden, Adlerrc. findet. Er würde auch ein schlechtes Bild auf demWappenschilds eines Regenten geben, indem er nichtGröße und Kraft, sondern List, Raubgier und Blut.durst darstellt. — In der Fischkunde oder Ichthyo-logie führt ein Ostindischcr Fisch wegen seiner Zeich-nung. die dem Tiegerfelle gleicht, diesen Namen. — Inder Conchylienkunde, mehrere zum Geschlechte6o-