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Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinktur.

(Cochenillentinktur). Eben so erhält man aucheine schöne rothe Farbentinktur aus dem Fcrnambuk-holze, indem man dazu das gemahlene Fernambukholznimmt, und ein halbes Pfund davon in einer gut gla-surten Schüssel, mit zwei Pfund destillirtcm Essig über-gössen, vier und zwanzig Stunden weichen läßt; dannbringt man das Ganze in eine Flasche mit einer weitenOeffnung, überbindet diese mit einer Blase, und läßt esim Sandbade so lange digerircn, bis sich die Farbe ausdem Holze hinlänglich ausgezogen hak; dann läßt manes stehen und gießt die Tinktur ab. Läßt man die Mi-schung über Feuer sieden, und setzt, wenn dieses geschieht,weißen Weinessig dazu, in welchem drei Unzen Römi-schen Alaun aufgelöset worden, so kann man den sichbeim Umrühren mit einem Spatel erhebenden Schaumin ein Glas sammeln und ihn trocknen, so erhält manden Karmin. S. auch den Art. Fernambukholz,Th. 12, S. 626.—Fernambuk- oder Brasilien,hvlztinktur auf eine andere Art. Man nimmt1 Pfund sein zerschnittenes oder gemahlenes Brasilien,holz, und läßt es in 2 Pfund starkem Weinessig weiche».Man kocht nun die Infusion bis zur Verminderung desDrittels oder der Hälfte, und siltrirt sie noch ganz warm.Nachher setzt man 1 Unze Römischen Alaun zu, undbringt sie wieder überS Feuer, bis dieser zergangen ist.Die Tinktur wird hierauf siltrirt und in einem wohlver-stopften Glase aufbewahrt.—Kampechchvlztinktur.Man läßt 1 Unze geraspeltes Kampecheholz in einemQuarte Wasser, bis zur Hälfte vermindert, sieden; fil-trirt dann den siedenden Liquor, und setzt 10 Gran Pot-asche hinzu. Wenn dieFarbe ins Purpurröthliche fallensoll, so setze man ungefähr ^ Unze Brasilicnholz dazu,oder auch mehr oder weniger, bis man die Farbe trifft;dann setze man aber wenig oder gar keine Potasche zu,ausgenommen, wenn die Farbe zu roth ist. — Kar-minlinktur, welche an Schönheit den trocknen Kar-