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Tinte.
dem gemahlenen Holze etwas hinein, und lasse es solange stehen, bis sich der Essig gefärbt zeigt; ist nundie Farbe schön hochroth, so ist es gut, und kann zurTinte genommen werden, ist sie aber blaßroth, und batder Essig auf der Oberfläche einen bleichgelben Schim-wer, so ist es mit Rvthholz vermischt und taugt zurTinte nichts. Von der Cochenille nehme man die asch.graue; sie hat mehrere kleineFalten, und ist bcimBrucheim Innern mit einer schönen rothen Farbe angefüllt;auch glänzt sie auf der Oberfläche, wenn man die grauebestaubte Kruste abreibt. Die unechte oder nachgemachtebesteht auS Mehl, welches in kleine der Cochenille ähn-liche Kügelchen geformt wird. Man taucht diese Kugel-chen dann in eine rothe aus der Cochenille bereiteteBrühe, und legt sie so auf den Ofen oder auf eine er-wärmte Platte, oder an die Sonne auf Papier, undläßt sie trocknen. Man vermischt diese Kügelchen nunmit der echten Cochenille. Dxr Betrug ist leicht zu ent-decken ; denn es fehlen der nachgemachten die Runzelnoder Falten, und im Bruche zeigt sich das rothgelbeMehl. Don dem Salmiake nehme man den Ägypti-schen, welcher, nachdem er gehörig geläutert worden, sehrrein, weiß und glänzend ist. Der Cremor Tartan mußsehr rein und weiß seyn. Don den übrigen Jngredien-zien ist schon bei der schwarzen Tinte Erwähnung ge-schehen. — Ueber die Zubereitung der rothenTinte im Allgemeinen ist hier noch Folgendes zubemerken. Am besten geschieht die Zubereitung dieserTinte in einer Glocke oder einem Kolben. Man thutdarin das Brasilienholz, gießt die Flüssigkeit dazu, undläßt es über Nacht gut verstopft stehen. Am folgendenMorgen setzt man das Glas mit dem Inhalte in einePfanne oder einen Topf mit Wasser, und läßt es beieinem mäßigen Feuer sieden. Sollte das Wasser in demTopfe oder der Pfanne einkochen, so muß wieder fri-sches Wasser zugegossen werden. Sobald sich die Farbe