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Tinte.
es noch einmal durch ein reines Tuch, werfe noch 1 LothKochsalz hinein, und die Tinte ist zum Gebrauche gut.— Eine schöne Karmintinte zu bereiten, nacheinem Französischen Chemiker. Man nehme 4 Granvon, schönsten Karmin, 30 Gran auserlesenes und seingepulvertes Gummi Arabikum, schütte beides in 2 Un-zen ätzenden Salmiakgeist, und lasse diese Mischung solange ruhig stehen, bis sich derKarmin und das Gummivollkommen aufgelöset haben, so kann man die Tintegebrauchen. Diese Tinte ist weit theuerer, als diejenige,welche auf dem gewöhnlichen Wege bereitet wird; sieist aber auch viel schöner an Farbe, und von ungcmei-ner Dauer; denn die Erfahrung hat bewiesen, daß einemit dieser Tinte geschriebene Schrift sich vierzig Jahreauf dem Papiere, ohne die geringste Veränderung zu zei-gen, schön erhalten hat. — Eine Tinte aus demKrapp. Man nehme 4 Loth Krapp, 1 Loth wcinsau-rcs Kali, ^ Loth zerstoßenen Alaun, und laste es in 1Quart Regenwaffer kochen; wenn es beinahe zurHälfteeingekocht ist, gieße man die rothe Flüssigkeit ab, undthue etwas Zinnsvlution zu, und 1 Loth zerstoßenesGummi Arabikum, so bekommt man eine schöne rotheTinte. — Eine rothe Tinte zu Rubriken. Mannehme hierzu präparirtcn Zinnober, reibe ihn recht feinmit Wasser ab, und setze so viel Gummiwasser hinzu, bises zum Schreiben gut ist. Deim Schreiben muß man,so oft man die Feder eintaucht, den Zinnober erst um-rühren; auch die Feder mit frischem Wasser immer reinhalten, damit der Zinnober sich nicht ansetzt und hartwird. — Eine rothe Tinte schnell zu machen.Hierzu wird weiter nichts erfordert, als daß man einekleineQuantität geraspelten Fernambukholzcs in fließen-des Weinstcinöl legt, und dieses eincWeile in dcrWärmestehen läßt, so bekommt man gleich eine rothe Tinte,mit der man sehr gut schreiben kann. — Eine pur-purfarbene Tinte. Man nehme 1 Pfund Heide!-