Tinte, in der Malerey. Tinte (rothe). 161
verläuft, und nicht die Beimischung zeigt; sie ist ganz,wenn sie allein deckt; sie ist halb, wenn sie eine Zumi«schung einer lichteren Farbe enthält, z. B. vom Weiß,wodurch man einen gelblichen, grünlichen, bläulichen oderröthlichcnTon, von dcn Hauptsarben: dem Gelb, Grün,Blau oder Roth, hervorbringt. Diese Tinten sind sehrwichtig im Kolorit; denn durch die Hauptschatten erhältz. B. ein männlicher oder weiblicher Kopf im Portraitnicht allein seine Nündung, sondern mehr durch die zwi-schen den Letzter» und den Lichtern liegenden gebroche-nen Tinten. Durch Fleiß und ein genaues Studium ge-langt man dahin, die Halblinken gehörig zu behandeln,und ihre Wirkung, in Beziehung aus Licht und Schat-ten, genau abzuschätzen; nur dadurch ist man im Stande,seiner Arbeit Rundung zu geben, und sie dem Originalegetreu nachzubilden. Man bringt die Halblinken am be-sten durch das Uebereinanderlegen oder Lasiren der Far-ben hervor, und daher zählt man sie auch zu den Lasur-farben. Man nennt die Halbtinten auch noch Zwi-schentinten.
Tinte, in der Malerey, f. den vorhergehenden Artikel.
—, von Mandelschalen, s. Tinte (Fuchssische).
— (Metall-), s. oben, S. 89 u. f., und S. 145.
— (Michaelische schwarze), s. daselbst, S. 110.
— (van Monsfische), s. das., S. 107.
— (Montet'sche schwarze), s. das., S. 120.
— (Nothfall-), s. das., S. 121.
— (Osenruß-), Rußtinte, s. das., S. 86, 97, 115.
— (Petiskus fische schwarze), s. das., S. 106.
— (Pfannenschmidtsche schwarze), aus Landespro-dukten, s. das., S. 115 u. f.
— (Purpur-), s. das., S. 87 u. f.
— (Ribaucourtsche schwarze), s. das., S. 107.
— (Rinnemannsche schwarze), s. das., S. 106.
— (rothe), rothe Tinten, s. das., S. 127 u. f.
Oec. techn. Lnc. Th. 61XXXV. L