Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tintenfaßform. Tintenfisch. 169

henfolge, wie sie oben angegeben worden. DieTäufchuugliegt bloß darin, daß der Schreibende wähnt, er tauchenur in ein und dasselbe Tintengefäß, weil er die Federzu jeder Farbe in dieselbe Oeffnung eintaucht; alleindurch das Drehen taucht er zwar immer in dieselbeOeff-nung, aber nicht in dasselbe Behältniß, welches unter dieRöhre der Oeffnung geschoben worden. Dieses Kunst-stück kann daher nur auf dem sogenannten Taschenspie-iertisch gemacht werden, wegen der Versenkungen undandern Maschinerien, wozu er zu den Kunststücken ein-gerichtet ist. Oft hintereinander werden dergleichenKunststücke nicht wiederholt, sobald es gemacht worden ist,wird das Schreibzeug wieder fortgenommen, und vorherschon dem Gehülfen durch irgend ein Zeichen Nachrichtgegeben, daß man dasselbe wegnehmen wolle, damit erAlles wieder in den vorigen Stand setzen kann, undman nichts von dem geheimen Mechanismus erblickt.Durch dieseAngabe kann man leicht geleitet werden, sichein solches Tintenfaß auf eine vielleicht noch bequemereArt einrichten zu lassen. Der Mechanismus ist übn-gens nur einfach, und bedarf nicht großerBorkehrungcn,mit Federn, Walzen rc.

Tintenfaßform, beim Bleyarbeiter, ein Gefäß vongegossenem Eisen, welches sich in zwei Theilen ausein-ander öffnet, und das mit kleinen eisernen Stiften zuge-macht wird. Es ist in Gestalt eines Tellerbodcns aus-gehöhlt, und oben dergestalt ausgetieft, daß man einenGriff an den Schrifthaltern anbringen kann, um sie be-quem von einem Orte zum andern tragen zu können.

Tinrenfeder, eine tragbare Schreibfeder mit Tinte; s.unter Schreibfeder, Th. 148, S. 392 u. f.

Tintenfisch, Dintenfisch, Blakfisch, s. diesen Arti-kel, Th. 5, S. 513 u. f. Nach den neuern Systeme»der Naturgeschichte zählt man diese Art Thiere zu denSchleimthieren, und hier zur Klaffe der Weich.