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lintimindula.
Ueberzeugung zu erhalten. Verbrecher, die zum Richt,platz geführt wurden, hing man sie an den Hals, damitman sie kommen hören und von der Begleitung unter-scheiden konnte; auch stieß man nicht gern auf den Der.urtheilten und den Scharfrichter, und entfernte sich schnell,wenn man das Geklingel hörte, weil man es für einUnglück bringendes Zeichen hielt. Auch die Wagen derFeldherren, welche einen Triumphzug hielten, wurdenmit Schellen oder Glöckchen behängen, als Erinnerung:sich nicht zu sehr zu erheben, sondern an die Berurtheil-ten zu denken, deren Loos man durch Uebermuth auchtheilen könne. In den Bädern dienten sie, die Zeit desBadens anzuzeigen, wenn man sie zog, da sie in derMitte des Badezimmers hingen, so auch an den Haus-thüren» damit man das Oeffncn derselben hören konnte,wenn Jemand ein- oder ausging. Beim Verkaufe vonFischen, Kohl und anderen Kräutern auf den Straßenwurde gleichfalls mit einer Klingel der Verkauf dieserWaaren den Leuten in den Häusern angezeigt. Zu wel-cher Zeit diese Glocken in der christlichen Kirche aufge-kommen sind, weiß man nicht mit Gewißheit anzugeben(s. auch den Art. Glocke, Th. 19), so viel soll indeßermittelt worden seyn, daß sie aus dem Abendlande zuerstnach Griechenland von Ursus, Herzoge zu Venedig,als ein Geschenk an den Kaiser Michael, geschickt wor-den; doch soll auch so viel gewiß seyn, daß man derglei-chen Glöckchen schon zu Gregor des Großen Zci-ten gehabt hat, und daß es erst im siebenten Jahrhun-derte der christlichen Zeitrechnung Mode geworden, dieLeute mit Glocken in die Kirche zum Gottesdienste zu ru-fen, daß sie aber erstvonPaullinus,Bischofe zuNolain Kompanien erfunden und angewendet worden, unddaher auch die letzteren beiden Namen führen sollen, willman nicht zugeben, und dieses eher zu beweisen fordern,als daß sie schon vorher in England im Gebrauche ge-Wesen sind.