Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tischler und Tischlerei).

ganz rein und glatt gehobelt worden, wird solches mitetwas verdünntem Scheidewaffer angerieben, und biszur Austrocknung stehen gelassen. Ist dieses geschehen,so wird 1 Loth Drachenblutharz und eben so viel Na-tron mit 2 Pfund starkem Weingeiste in einem gläsernenKolben übergössen, und bis zur erfolgten Auflösung ingelinder Wärme erhalten, worauf die Auflösung filtrirtwird. Es wird nun 1 Loth reiner Schellack, nebst2 Quentchen Natron in 2 Pfund Weingeist aufgelöset,und die Auflösung filtrirt. Sind nun diese Materienvorgerichtet, so wird hierauf das mit dem Scheidewafferangeheizte Holz mittelst eines feinen Pinsels mit der er-strn Auflösung des DrachenblutS angestrichen, bis essich vollgcsaugt hat, worauf man dasselbe trocknen läßt.Ist dieses geschehen, so wird das Holz mit der zweitenAuflösung des Schellacks überstrichen, und nachdem sol-ches völlig ausgetrocknet ist, polirt. Zur Politur bedientman fich anfangs des Bimssteins, späterhin aber einesStäbchens von Buchenholz, das man mit Leinöl hatgut durchsieben lassen. — Harte Hölzer brauchen nichtso viel Politur, als weiche; so saugt Fichten- und Tan-nenholz, wegen der weiten Poren, sehr viel Politur ein,und wird vortheilhafter mit Wachs bestrichen, welches,besonders in ständigen Zimmern, die dauerhaftestePoli-tur ist. — Die Weingeistfirnisse werden, wegen ih-rer Eigenschaften schnell zu trocknen, zum Poliren derTischler- und Drechslerarbeiten gebraucht, auf welche mansie durch anhaltendes Reiben mittelst eines mit Baumölbefeuchteten Lappens aufträgt. Zu der Zubereitung die-scr Firnisse taugen vorzüglich das Sandarak und dasGummilack, das Erstere mit einem Zusätze von Terpen-tin, giebt mit Alkohol einen ganz wafferhcllen Firniß.Bei dem Gebrauche des Gummilackfirnisses, als Polir-lack oder Politur für Tischler- und Drechslerarbeiten,zeigt sich der Unterschied des mit und des ohne Terpen-tin bereiteten Firnisses sehr auffallend. DerErstere giebt,