Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Todtschlag.

von welcher beide Theile nicht eher wieder erwachen, alsbis der Tod an die Thür klopft, und dann ist es cntwe>der sehr schwer, oder nach der Beschaffenheit der Krank-heit unmöglich, den Kranken zu retten, der sich nun be-trogen, und von der Krankheit überwältiget findet. Aberauch hier fehlt es nicht an Trostgründen, damit mansich diese Sünde selbst vergiebt und das Gewissen aufeinige Zeit besticht. Wenn Zeit und Stunde daist, so lautet die Lossprechung der ganzen Familie, dahilft nichts. Vor dem Tode kein Kraut ge-wachsen ist! Ja so geht's! Heute dir, morgenmir. Der gute Herr Vetter hätte Alters halber nochlange leben können, allein Zeit und Stunde warum, man muß sich christlich darin finden. --Einige begehen den negativen Todt schlag entwederan sich oder an Andere dadurch, daß sie sich ein Der-gnügen daraus machen, den Arzt zu hintergehen. Oef-ters verbergen sie ihm die Ursache ihrer Krankheit, undschämen sich dasjenige zu beichten, welches zu begehen siekein Bedenken getragen haben, oder sie gebrauchen dieverordneten Arzneyen nicht, oder zwingen den Arzt durchden Ekel, den sie gegen die Arzney zu haben vorgeben,zur Conditorey seine Zuflucht zu nehmen, wodurch dieKräfte der Arzneyen geschwächt, wo nicht gar verdorbenwerden, das heißt, der Arzt muß sie in der Apotheke ver-süßen oder bezuckern lassen. Hiermit wird nun die besteZeit hingebracht, um die Krankheit zu berechen, sieernstlich anzugreifen, bis sie einen ernsthaften Charakterannimmt, die abgeschmackte Zärtlichkeit überwältigetund ihnen andere Gedanken beibringt. Bei dieser Aende-rung der Krisis möchten sie nun gern Alles verschlingen,was der Arzt verschreibt, und wenn es Wcrmuth undAloe wäre, um den heftigen Krankheitsanfällen und demTode zu entgehen; dann ist es öfters zu spät; denndie erste und beste Zeit ist mit den Kräften verloren, jaunwiederbringlich verloren. Ist nun eine solche Person