Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Ton.

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merklich geschärft lautet, daher diese denn auch doppeltgeschrieben werden, wie: reissen, weissen (von derFarbe weiß), schmeissen, du weißt, er weiß, greif,fen, pfeiffen, sauffen, Haussen. DerUebergangvon dem gedehnten Tone zu dem geschärften, geschieht,wie Alles in der Sprache, nur sehr »»merklich, dahergiebt es auch Fälle, wo es zweifelhaft ist, ob der Tonmehr gedehnt, als geschärft ist: laufen, Zweifel, tau-fen, befleißigen, wo jedoch die Dehnung vorzustechenscheint. — Die weichen Hauptlaute b, d, w, g rc. sindkeine sichere Zeichen der Dehnung, so wie die hartenp, k, t derSchärfe.—Den geschärften Ton einer be-tonten Sylbe erkennt man an den doppelten Haupt,lauten am Ende, wie all, Fall, Lamm, Herr, soll,oft, gern, Stadt rc., wo es auch viele Ausnahme»giebt, die man in den Sprachlehren findet. In dem zwei-fachen gedehnten e weichen die Deutschen Provinzen sehrvon einander ab. Im Hochdeutschen kommt das tiefegedehnte e. welches wie ä lautet, in vielen Wörtern undderen Ableitungen vor. Das geschärfte betonte e ist stetstief, wie Becher, Becken, besser rc. rc. Das unbe-tonte e ist in den Ableitungs- und Diegungssylbenhoch, wenn es für sich allein oder auch am Ende derSylbe steht, wie bei Lieb-e, Beschwer-de, ge-liebt.be-fehlen; aber tief, wenn noch ein Hauptlaut darauffolgt: Gott-es, ver-geb-en, cr-zähl-en, ent-steh-en, Räth-sel. Was einen vollen Ton hat, istin der Prosodie allemal lang, der Ton sey gedehnt odergeschärft; was nur einen halben Ton hat, kann langoder kurz gebraucht werden, was aber tonlos ist, ist stetskurz. Ein Mehreres hierüber sehe man auch unterden Artikel Sprache und Sprachkunst, Th. I6Ü,S. 67 u. f., nach.

Der Gesellschaftston oder gesellschaftlicheTon ist derjenige Ton, den man in der Lebensart inGesellschaften vderZusammenkünftcn von Männern und