Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tonprüfung.

mung; dann prüfe man den Ton der freien Saiten, wieden durch die linke Hand erhöheten, sowohl die cinzel-nen Töne gegeneinander, als die verschiedenen Ak-korde. Bei der Prüfung der freien Saiten sehe mansowohl auf eine schöne Fülle und Bestimmtheit der tie-fen Saiten, die bei vielen Guitarren entweder dumpfund unbestimmt, oder rauh und hart klingen, als ausAnnehmlichkeit und Klarheit der übrigen höheren Sai-ten, die man oftmals entweder grell, oder höljern findet,und untersuche daher den Ton dieser freien Saiten inollen seinen Abstufungen, vom stärksten Fortc bis zumleisesten Piano. Man gehe nun zunächst auf das Der-hältniß der durch die linkeHand veränderten und er-höheren Saiten über, welche aus allen Stufen und inallen Lagen rein, voll und hell erscheinen müssen. Esist hier eben so sehr zu empfehlen, einige Tonleiterndurchzugehen, als die Untersuchung der Octaven, Sex.ten, Quinten und Terzien; dann gehe man zur Prüfungder Akkorde über, die bei einer guten Guitarre sämmt-lich in schöner Reinheit, Fülle und Klarheit ertönen müs-sen. Zuletzt beobachte man noch den Ton in den »er-schiedenartigen, diesem Instrumente angemessenen undauf demselben gewöhnlich vorkommenden Passagen undFiguren, und man wird nach einem solchen Verfahrennicht mehr zweifelhaft seyn können, ob der Ton desInstruments durchgängig schön und gut sey, ob er miteiner gehörigen Stärke und Fülle zugleich Weichheit undZartheit, mit einer angenehmen Klarheit und Bestimmt-heit auch die Fähigkeit einer willkührlichen Behandlungverbinde. — Eine zweite Prüfung bezieht sich auf dieRichtigkeit der Mensur, da ohne dieselbe niemalsein schönes harmonisches Spiel auf der Guitarre Stattfinden kann, indem bei einer unrichtigen Mensur nichtallein die einzelnen Töne unrein und falsch erklingen,sondern auch die Akkorde nie in ihrer völligen Reinheiterscheinen können. Die Richtigkeit der Mensur gründet