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Ueberblühen.
Ueberblühen, in der Landwirthschaft und Gar-tenkunst, überhaupt bei der Vegetation, das zu starkeBlühen einer Pflanze, wodurch derselben geschadetwird. Das heißt, wenn eine Pflanze stärker blühet,als sie es nach ihrer äußeren Struktur, dem Anscheinenach, ohne sich zu entkräften, vermag. Ein solchesUeberblühen kommt sowohl bei Bäumen, Sträuchern,als auch bei krautartigen und andern Pflanzen vor.So giebt es Pflanzen, die oft übermäßig blühen, aberauch dann eine lange Erholung bedürfen, ehe sie wie-der zur Blüte gelangen, ja oft ganz ausgehen. Diesestrifft oft bei Pflanzen ein, die in Gewächshäusern undZimmern gezogen werden. So z. B. haben Mo-natsrosensträucher oft eine so große Anzahl von Rosen,daß sie sich nicht einmal alle gehörig entwickeln können,sondern schon beim Aufblühen abwelken, oder dochviele sehr unvollständige Blumen liefern. SolcheRosenstöcke brauchen dann mehrere Monate Erholungehe sie wieder blühen, und oft sind dann die Rosennur klein und unvollkommen. Bringen sie nur we-nige Rosen jedesmal, so werden diese groß und schönseyn, und auch der Strauch öfter blühen, weil er sichnicht erschöpft hat. Bemerkt man z. B. ein starkesTreiben bei diesen Sträuchern in den Gewächshäu-sern und Zimmern, und im Ansetzen oder Ausstößenvon vielen Knospen, besonders an einem Stengel, soschneide man gleich mehrere dieser Knospen fort, da-mit die anderen an Kraft gewinnen und sich größerund schöner entfalten können; und so mache man esauch mit andern Gewächsen, wenn man gewahrt, daßihr Blütenzustand in keinem Verhältnisse mit ihrenübrigen Theilen ist. Sorgt man dafür, daß bei guterErde, sie sich kräftigen in der freien Luft, trimmt manihnen mit dem Messer oder der Scheere die krankenund schwachen Triebe, so auch die alten abgewelkten,begießt sie gehörig nach dem Zustande der Erde und