Ueberdeich. Ueber die Hand arbeiten. 211
!ung des UeberdeckenS liegt. Ein Gebäude über-decken, es mit einem Dache versehen.
Ueberdeich, Kesselsiel, Schoddeich, in der Was-serbaukunst, das Zumachen einer Bracke oder einesKessels, der von dem Durchbrüche eines Deiches ent-steht. Dieses Zumachen geschieht nicht in einer geradenLinie, sondern das neue Stück wird in einem halbenZirkel, dem Wasser entgegen, umdämmt, und diesesheißt man Ueberdeich oder Kesselsiel.
Ueberdeichen, im Deichbaue, wenn Jemand seinenDeich weit höher und stärker als denjenigen seinesNachbars macht, welches aber nicht gestattet werdensollte, obgleich eS geschieht.
Ueber den Arm arbeiten, im Bergwerke, heißt soarbeiten, daß das Eisen gegen die rechte Hand amGesteine angeführt, und der Schlag mit dem Fäustelüber den linken Arm ebenfalls gegen die rechte Handgeführt wird.
Ueberdenken, sich eine Sache in Gedanken vorstellen,sie der Einbildungskraft noch einmal vorführen, umsie in Ueberlegung zu nehmen oder zu ziehen. NachAdclung heißt eine Sache überdenken, sich dasMannigfaltige an derselben in Gedanken vorstellen,das Verhältniß mehrerer verschiedenerTheileandersel-ben erwägen. Sein Glück oder Unglück überdenken. Einen Entschluß reiflich Überden-ken. So auch die Ueberdenkung.
Ueber den Stich schmelzen, im Hüttenwerke,die Rösten mit ihren Vorschlägen im Schmelzofenschmelzen; dann in die abgewärmte Spur stechen,und frisches Bley vorschlagen.
Ueber den Zeug fallen, beim Jäger, wenn bei ei-nem Jagen ein Hirsch oder sonst ein Thier über denZeug hinaus in das Lichte oder Freie kommt.
Ueberdestilliren, s. Ueberziehen.
Ueber die Hand arbeiten, beim Miniren, wenn der
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