Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebergang. 333

große Menge gährungsfähiger Theile, wie z. B. imWeine, zurückbleiben, welche nachher bei irgend einereintretenden Gelegenheit leicht zu einer neuen Gäh-rnng Veranlassung geben, den Wein auftrüben, halbbrausend machen, und wohl auch zum Verderben undSauerwerden desselben beitragen. — Bei dem Brodedarf die Gährung des Teiges dazu auch nur nach ge-wissen Graden geschehen; denn eineUebergährung hatgleichfalls Nachtheil auf die Backwaare, indem derTeig wieder zusammensinkt und die Waare klitschigwird, oder das Brod wird hohl oder abgebacken. Beieinem gelernten und aufmerksamen Bäcker wird soleicht keines von Beiden Statt finden, weil er denGrad der Gährung genau weiß, welcher nöthig ist,um das Brod in den Ofen zu schieben, und eine guteBackwaare zu erhalten. So wie es nun hier ange-führt worden, geht es mit allen zählenden Stoffen,oder mit allen Produkten, die man einer Gährung un-terwerfen kann. S. auch den Art. Gähren, Th. 15.

Uebergang, von dem Zeitworte übergehen. 1. DieHandlung des Uebergehens. Ueber einen Fluß ver-mittelst einer Schiff - oder anderen Brücke, über einenBergrc. gehen. DerUeb ergänz über den Fluß.Dem Feinde den Uebergang streitig machen.Dann auch die Begebung von einem Gegenstände zudem andern. Der Uebergang zu einer andernParthey, sowohl in der Politik, als in der Kirche.Zu einer andern Religion übergehen. Derschnelle Uebergang aus der Wärme in dieKälte ist schädlich. Der willkührliche Ueber-gang zu andern Grundsätzen und Meinun-gen. Er hat seine Meinung verlassen undist zu der m einigen übergegangen. — 2. Das-jenige, vermittelst dessen man von einem Gegenständezu dem andern übergeht, in den Wissenschaften undschönen Künsten, im Gegensatze des Sprunges.