Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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424 Ueberleben. Ueberlegen.

Ueberlautcn, als Zeitwort, stärker lauten, als einanderer Gegenstand, ist ungewöhnlich.

Ueberleben, länger leben, als ein anderer Gegenstand,oder ein Anderer. Wird er diesen Bau wohlüberleben? Wohl so lange leben, bis er beendigetist. Wird der Kranke wohl die Krisis über-leben? So lange leben, bis sie vorüber ist, um dannder Genesung entgegen zu sehen. Jemanden über-leben, länger leben, als er. Alle die Seinigenüberleben. Ich werde ihn nicht lange über-leben. Ich werde den Schmerz gewiß nichtüberleben. Wie hast Du diese Trennungüberleben können? Wie diesen Gram?Viele Jahre überleben, zurücklegen. DerKranke wird kaum diesen Tag überleben.Er hat seine Schicksale überlebt.

Ueberlegebaum, beim Weber, derjenige Baum, derüber dem Weberstuhlc liegt, und woran die Kolbenmit den Räberchen hängen, worauf die Schäfte mitden Schnüren auf- und niedergezogen werden.

Ueberlegen, über einen anderen Gegenstand legen, umihn zu bedecken. Ein Pflaster überlegen, übereine Wunde, um diese damit zu bedecken, und gleichheilsam daraus zu wirken, durch die Eigenschaft desPflasters. — Jemanden überlegen, um ihn zubestrafen. So wird ein strafbares Kind übergelegt,um es zu züchtigen, wenn man es nämlich über denStuhl oder die Bank legt, und Streiche auf den Hin-tern giebt. So werben Verbrecher übergelegt und mitRöhrchen, oder mit einer Peitsche, Zuchtruthe, mit sound so viel Hieben, als es aufgegeben worden, ge-züchtiget. — So überlegtman, in einem anderenSinne, ein Haus mit Einquartierung; die Un-terthanen mit Abgaben rc. Sich eine Sachefigürlich vorstellen, um sein Verhalten darnach einzu-richten,ist überlegen, im figürlichen Verstände, soviel