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Ueberreden.
ihn mit vielen Worten, und gewann ihn mitihrem glatten Munde, Sprichw. 7, 21. Esfehlt nicht viel, du überredest mich, daß ichein Christ würde, Apost. 26, 18. Er ist nichtzu überreden, nicht für die Sache zu gewinnen.Das Zeitwort überreden gebraucht man auch mitder zweiten Endung der Sache. Jemanden einerSache überreden, ihn durch Worte bewegen, siezu glauben. Ich kann mich dessen nicht über-reden. Was man gerne will, dessen über-redet man sich leicht. Im Hochdeutschen auchmit der vierten Endung der Sache. Ich konnteihn das nicht überreden, welche Wortfügungaber Adelung nicht für die beste hält., wie sie es inder That auch nicht ist. In engerer Bedeutung über-rcdet man Jemanden, wenn man ihn durch bloßewahrscheinliche Gründe zum Beifall oder auch zu ei-ner Handlung bewegt, wodurch es sich von über-führen, überweisen und überzeugen unter-scheidet, obgleich es ehemals auch dafür gebrauchtwurde. So findet man in einer Urkunde voin Jahre1280: wird er des mit Recht überredet, recht-lich überführt, So auch die Uebcrredung.
Die eigentliche Ueberredung zu einem wohlthätigenZwecke besteht in dem warmen Gefühle Jemandenfür seine Ueberzeugung zu gewinnen; es ihm so klar,als möglich, an das Herz zu legen, von welchen Ab-sichten man für das Wohl des Einzelnen, wie desGanzen durchdrungen ist, und die man gern zum Be-sten des Ganzen verbreitet zu sehen wünscht. Mansucht durch eine lichtvolle Darstellung zu überzeugen,daß man wahr rede, daß die Absicht nicht dahin gehezu täuschen, indem man auf alle Fälle eingeht, die sichbei der Ausführung jeines Planes hemmend entge-gen stellen könnten, sucht sie aber zu bekämpfen, in-dem man die Mittel angiebt, wodurch es geschehen