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Ueberschaiien. Überschätzen.
Instrumenten, z. B. Beilen, Sensen re. Der Essigist über scharf, wenn er eine große Schärfe besitzt.So ist der Möstrich üb erschürf, wenn er mit sehrscharfem Weinessig gemacht worden.
Ueber scharren, ganz mit seinem Schatten bedecken,welches nach Adelung mehr ist als beschatten. Indiesem Sinne würde es nur größtentheils in derBibel vorkommen. Eine Wolke überschattetesie. (Matth. 17, 5.) Sein Schatte über-schattete ihrer etliche. (Apostg. 5,15.) DieCherubim überschatteten den Gnadenstuhl.(Ebr. 9, 5.) Von der Empfängniß Christi heißt esfigürlich, Luc. 1,35: Die Kraft des Höchstenwird dich überschatten, ihre Gegenwart in dirauf eine merkliche Weise offenbaren. Adelung führtin seinem großen Wörtcrbuche der HochdeutschenMundart keine weiteren Beispiele von überschattenan, obgleich es noch in mehreren Fällen gebrauchtwird. So überschattet die Erde den Mond,wenn sie zwischen ihn und die Sonne tritt, wodurchdie Mondsinsterniß entsteht, und so überschat-tet der Mond die Sonne, wenn er zwischen sieund die Erde tritt, woraus eine Sonnen finster-niß erfolgt. — So überschattet der Baum ei-nen Ruheplatz, wenn er seine belaubten Zweigedarüber ausbreitet u. So auch dieUeöerschat-tung. ^
Ueberschaizm, eine Sache höher schätzen, als sie werthist. Das Ueberschätzen geschieht nur bei Sachen vondenen man keine hinlängliche Kenntnisse ihres Wer-thes besitzt, und daher denselben auch nicht bestimmenkann, z. B. bei Galanterie- und Quincaillerie-Waa-ren, Edelsteinen, besonders wenn sie geschliffen und ge-faßt worden, weil sie nach dieser Arbeit auch einenweit höheren Werth erhalten, als sie roh oder unge-schliffen haben, Naturalien, Kunstgegenständen rc. So
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