Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
Seite
510
JPEG-Download
 

510

Überschlagen.

des oder des Aeußerften den andern Theil bedecken.Das Betttuch überschlagen; die Ermel oderAermel am Kleide überschlagen, auch auf-schlagen. <I) Größtentheils bedecken, entwedereinzelne Theile oder einen größeren Theil des Kör-pers. Ein Tuch über den Kopf schlagen,um diesen zu bedecken beim Regen. Einen Schleierüber das Gesicht schlagen, so daß dasselbe da-von bedeckt ist. Ein Tuch überschlagen, heißtauch beim Frauenzimmer, ein Umschlagetuch überdie Schultern werfen, so daß es die Brust und denKörper bis zu den Schenkeln bedeckt, das heißt, es soüber die Kleider werfen, daß es eine Bedeckung alsZierde, und auch zugleich Schutz vor der Kälte ge-währt. — Ueber etwas als Heilmittel schlagen.So schlägt man warmen Wein oder auch kaltes Was-ser über ein krankes Glied. — 2^) Mit etwas über-schlagen, so daß sich der Ueberschlag von selbst bildet,n) Mit Schimmel überschlagen, überzogenwerden, wobeschlagen eigentlich üblicher ist. Wennnämlich schon feuchte Gegenstände oder Saft enthal-tene Gegenstände an einen feuchtem Orte aufbewahrtwerden. Am häufigsten braucht man es hier b») vonkalten Körpern, besonders flüssiger Art, wenn sie dieempfindliche Kälte verlieren. Das kalte Wasserein wenig überschlagen lassen, ehe man estrinkt. Der Wein überschlägt schon,ist schon überschlagen, wenn er die empfindliche Kälteverliert. Uebcrschlagenes Bier, wofür in vielenGegenden auch vers chlagen üblich ist. So über-schlagen trockne Gefäße von Porzellan oderGlas, wenn man sie aus der Kälte in ein warmesZimmer bringt, indem sich ihr Glanz verliert undmatt wird, er gleichsam mit einem Hauche überläuft.— e) Zu sehr, zu viel schlagen. Bei den Jägerneinen Hund überschlagen, wenn man ihn durch