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Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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536 Ueberschwemmen und Überschwemmung.

zig Stunden lang angehalten hatten, erfolgt, weil einesehrmächtigeSchichtgrobkörnigen mergelartigen Sand-steines, auf welchem die Nagelfluhfelsen des Spißbuels(ein Theil des Ruffiberges) ruheten, nach unv nachschon vorher mehr oder weniger verwittert und er-weicht, und nun durch die Regengüsse vollends aus-gewaschen und brüchig geworden war, so, daß sie diedarüber lastende Felslast nicht mehr tragen konnte,sondern mit ihr wich, und diese, in unzählige Trüm-mer und Felsblöcke zerberstend und andere Trümmermit sich fortreißend, aus 3000 Fuß Höhe in's Thalherabstürzte. S. auch den Art. Meer, Th. 86,S. 708 u. f.

Die Ueberschwemmungen rühren, wie sie jetzt vor-kommen, größtenteils von häufigem Regen undSchnee her, wenn dieser auf den Gebirgen im Früh-jahre schmilzt und den Flüssen zuströmt, und der Er-stere, besonders im Herbste, lange anhält, und dieFlüsse und Bäche stark anschwellt und zum Uebertrittenöthiget, da die Vermehrung des Wassers plötzlichgeschieht, und also dasselbe nicht Zeit hat, dem Laufedes Stromes zu folgen. Die Entstehungsart derUeberschwemmungen ist daher sehr natürlich zu erklä-ren, wenn man auf die Wirkungen starker Regen unddes geschmolzenen Schnees sieht, die sich uns fast all-jährlich im Frühjahre oder Herbste in diesem oder injenem Lande durch das Austreten der Flüsse wieder-holen. Sobald ein Strom anschwillt, erhält die Ge-schwindigkeit des Wassers einen beständigen Zuwachs,bis der Strom anfängt überzutreten. Von diesemAugenblicke an läßt die Geschwindigkeit des Wassersnach, woraus dann folgt, daß nach einmal angefan-genem Austreten des Wassers, die daraus hervorge-gangen Ucberschwemmung allemal viele Tage langfortdauert, ehe das Wasser fällt und sich zurückzieht; dennwenn auch nach der Ueberströmung das Wasser nicht