Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
Seite
544
JPEG-Download
 

544 Ueberschwemmen und Überschwemmung.

Strecken der Eisenbahnen zerstört wurden; so istz. B. der Bahnhof von Amboise gänzlich zerstörtworden; eine Menge Waggons wurden von denFluthen mit weggerissen, und so auch Schienen undSchwellen; denn ein kleiner Nebenfluß der Loire,die Cisse, überschwemmte die ganze Gegend zwischenVauvrap und Amboise, so daß auch die Eisenbahnunter Wasser gerieth. Zu Bloiö standen die Was-ser zwei volle Fuß höher, als im Jahre 1789, diehöchste Fluch, von der man dort eine Erinne-rung bewahrt. Die Wasser stiegen am Pegelbis 21 Fuß. — Zwölf steinerne, eiserne undHängebrücken hat diese Überschwemmung zerstört,dieses geschah besonders in den Departements derLoire, Nievre, des Loiret, wo fast alle Brücken weg.gerissen worden; so wurden auch die Brücken vonRoanne, Palisse, Ehatillon, St. Just, Montrandund Barret weggerissen. Eine von den Diligcncender Gesellschaft Lafitte und Caillard verschwandbei Feurs in den Fluchen, wo von neun Passagie-ren sich drei auf Bäume retteten; auch versankenmit Wagen und Pferden der Condukteur und Kut-scher unv 200,000 Francs baares Geld. Auchaus Bayonne, aus dem Departement des Var, ausArles, Cosne und vielen andern Orten veranlaßtenunaufhörliche Regengüsse das Anschwellen und Ueber-treten der Flüsse. Während des wolkenbrucharti-gen Regens, der am 17ten und 18ten Oktober imSüden fiel, kam in einigen Distrikten in dem Drome-und dem Jstwe-Departement auch jener farbige Re-gen vor, den man im Mittelalter für Blutregenhielt. So wurven am 17ten zu Valence die Klei-dungsstücke und Regenschirme der Leute auf denStraßen mit röthlichen Flecken, und die Dächer miteiner dichten röthlichen Schicht bedeckt, welche Fär-bung ihren natürlichen Grund wahrscheinlich in denvon Wolken aufgewühlten Bodenstücken von rother